Wer beim internationalen Circusfestival von Monaco als „Bester unter den Besten’ den begehrten ‚Goldenen Clown’ aus den Händen eines Mitgliedes der Fürstlichen Familie erhält, hat den Oscar für Artisten in der Tasche. Wie der italienische Clown David Larible. Er hat dreizehn Jahre lang in Amerika beim größten Circus der Welt die größten Arenen mit 20.000 Zuschauern zum Lachen gebracht, nun freut sich der Circus Roncalli, den ‚Goldenen Clown’ David Larible als Stargast präsentieren zu können.

Millionen Menschen haben mit und über ihn gelacht, während er die Hauptattraktion bei ‚Ringling Bros. And Barnum & Bailey’ war. Mit seinem Konterfei auf Plakaten, Anzeigen und Programmheften lockte der Circus Vorstellung für Vorstellung Zigtausende Menschen in den Madison Square Garden und andere große Hallen des neuen Kontinents.
Dabei stehen Laribles Auftritte im krassen Gegensatz zu der spektakulären und auf Sensationen ausgerichteten Show der Amerikaner: Ohne Requisiten und nur kraft seiner Persönlichkeit und seines überwältigenden komödiantischen Talents brachte er die Massen zum Lachen. Für diese Leistung zeichnete ihn 1999 Fürst Rainer beim Internationalen Circusfestival von Monte Carlo mit dem Goldenen Clown aus.
Nun tritt David Larible im aktuellen Programm von Roncalli auf.Oli: „Sie sind ein großer, international bekannter Clown. Erzählen sie uns ein paar Stationen ihrer großartigen Karriere!“
David Larible: „Oh! Ein paar? OK! Ich war zum Beispiel fünfzehn Jahre lang in Amerika beim größten Circus der Welt ‚Ringling Bros. Barnum & Bailey’ und dann überall in der Welt, in Theatern, im Fernsehen, ein paar Filme habe ich gemacht und vieles mehr!“
Oli: „Sie haben auch große Auszeichnungen bekommen.“
David Larible: „Ich bin einer von zwei Clowns in der Geschichte des Circus-Festivals von Monte Carlo, der den ‚Goldenen Clown’ bekommen hat. Das ist eine große Ehre!“
Oli: „Sie sind durch Amerika getourt, haben die großen Circusse besucht, erscheint ihnen Oldenburg da nicht ein bisschen klein und provinziell?“
David Larible: „Nein! Das ist die Gegenseite! Wenn man so viele Jahre in den großen Hallen arbeitet, vor 15 bis 18.000 Menschen, dann ist die Intimität von Roncalli – wenn man dem Publikum direkt in die Augen schauen kann – ideal für einen Clown. Ich finde, der Circus Roncalli ist wirklich schön.“
Oli: „Ist Roncalli wirklich etwas besonderes?“
David Larible: „Roncalli ist für Clowns wie ein Tempel! Das ist wie das Wasser für einen Fisch! Wie ein Naturelement, in dem wir wirklich schwimmen können! Weil, alles ist dort! Das Publikum ist so nah, die Beleuchtung ist unglaublich und die Musik! Und mit den Kelly’s ist es noch besser! Alles stimmt, alles ist dort – so: Du kannst nur dein Bestes geben! Da gibt es keine andere Möglichkeit!“
Oli: „Man sagt immer, dass Clowns privat ganz ernste Menschen sind. Stimmt das überhaupt, oder sind sie privat auch lustig?“
David Larible: „Das hängt natürlich von dem Moment ab! Ich bin nicht 24 Stunden am Tag lustig, das fände ich ein bisschen pathetisch. Aber grundsätzlich bin ich schon ein lustiger Mensch, mit meinen Freunden, meiner Familie, im Privatleben. Da gibt’s nichts anderes. Natürlich gibt es Momente, da haben wir unsere Probleme, unsere Tragödien. Ein Clown ist ein Mensch, wie jeder andere auch. Das Problem ist, wenn man diese Probleme oder Tragödien hat und durchlebt, muss man trotzdem in die Manege gehen und trotzdem lustig sein, ja, das ist doch so. Aber ansonsten bin ich ein ganz normaler, lustiger Mensch!“
Oli: „Verraten sie ein bisschen, was sie bei Roncalli zeigen! Worum geht es in ihrer Nummer?“
David Larible: „OK, meine Spezialität ist, dass das Publikum mit mir zusammenarbeitet. Ich nehme ein paar Menschen mit zu mir in die Manege, und dort spielen wir zusammen. Aber wir spielen zusammen auf eine ganz süße Art und Weise. Ich mag es nicht, die Leute bloßzustellen. Es ist nicht so, dass ich der Intelligente bin und die anderen die Dummen. Nein, so etwas mag ich nicht. Ich möchte die Leute dazu bringen, mit mir gemeinsam Spaß zu, haben und das läuft sehr sehr gut.“
Oli: „Vor der Vorstellung sah man ihren Sohn in der Manege und ihre Tochter. Werden die beiden auch auftreten?“
David Larible: „Nein, mein Sohn ist zehn Jahre alt und ist noch zu klein für einen Auftritt! Er trainiert schon fleißig, weil, in einem Circus ist es so, wir probieren hier alle – jederzeit – jeden Tag. Meine Tochter ist schon 18 und sie hat jetzt die letzten fünf Jahre intensiv trainiert. Sie war in Montreal in der besten Luftnummern-Schule der Welt und jetzt tritt sie hier bei Roncalli auf.“
Oli: „Ich wünsche ihnen weiterhin viel Spaß und viel Erfolg hier im Circus, vielen Dank für das Gespräch!“
Der Circus Roncalli hat sein Gastspiel in Oldenburg zwischenzeitlich beendet und ist nun in Münster zu sehen, weitere Städte folgen. Den Tournee-Plan finden Sie auf der Homepage des Circus Roncalli.
(Transkription eines Radiobeitrages. Anhören unter: http://www.olisabendshow.de/ - Sendung Nr. 26 vom 19. Dezember 2007)
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