Einer der schönsten Aufstiege auf den Paradeberg des Thüringer Waldes führt von Tabarz (25 km östlich Eisenach) durchs Felsental auf den Inselsberg - und einer der schönsten Abstiege führt über Gickelhahnsprung, Übelberg und Hexenbank wieder zurück.

Von dem kleinen aber feinen Kurort Tabarz am Nordrand des Thüringer Waldes - rund 25 km östlich von Eisenach - führt ein wunderschöner und zugleich recht bequemer Aufstieg auf den Großen Inselsberg (916 m), den prominentesten, wenn auch nur siebthöchsten Gipfel des wie ein Riegel Nord- und Süddeutschland trennenden thüringischen Gebirges.
Ausgangspunkt ist der Kurpark im Zentrum des kleinen Ortes, der durch alte Jugendstilvillen den Charme einer vergangenen Epoche ausstrahlt. Wir folgen hier einfach der Lauchagrundstraße bis zu ihrem Ende und marschieren dort tiefer in den Talgrund hinein, vorbei an dem Traditionslokal Schweizerhaus und am Lutherbrunnen, der 1883 zum 400. Geburtstag des Reformators gefasst wurde. Am ersten großen Abzweig gehen wir rechts ins lauschige Felsental (Markierung "gelbes Quadrat"), an der ersten Gabelung rechts herum, an der nächsten links und an der gleich folgenden geradeaus Richtung Winterstein, nun "grüner Balken".
Diese Markierung führt nun auf der linken Talseite bald steil bergan, oben an der T-Gabelung haben wir es aber schon vorläufig geschafft und wandern nach rechts. Auf einem schönen Hangweg können wir uns ausruhen, kreuzen schließlich die Landstraße und setzen den Aufstieg nach links fort (gelber Punkt). Am Parkplatz erreichen wir einen Dreifach-Weggabelung und folgen halbrechts dem mittleren Weg (Grauer Weg) Richtung Rennsteig. Den berühmten thüringer Höhenweg erreichen wir kurz oberhalb des Venetianersteins und folgen ihm links hinauf auf den Gipfel des Inselsberges.
Am Beginn des Plateaus steht rechts ein Gedenkstein für einen der bedeutendsten Pädagogen des 19. Jahrhunderts, Karl Volkmar Stoy, der heute fast vergessen ist, dem wir aber ein Highlight unserer Schulzeit verdanken - Wandertag und Klassenfahrt.
Für die folgenden rund 4 km wandern wir auf dem gut markierten Rennsteig hinab zur Grenzwiese und über Trockenberg und Großen Jagdberg bis zum Abzweig links Richtung Tanzbuche. Bei diesem traditionsreichen Ausflugslokal geht es links über die Wiese weiter bis zum Wegekreuz am Fünfarmigen Wegweise. Dort gehen wir rechts und gleich links Richtung Gickelhahnsprung (gelber Punkt) - und stehen dann bald vor dem eisernen Treppensteig, der auf die gleichnamige Porphyrklippe hinaufführt, von der sich ein atemberaubender Blick in den Ungeheueren Grund bietet.
Wir steigen nun auf dem linken der beiden weiterführenden Pfade bergan und erreichen oben einen Forstfahrweg, dem wir nach rechts folgen. Bevor der Weg dann deutlich steiler bergab zu führen beginnt, biegen wir links auf den grasigen Weg Richtung Übelberg-Kammweg ab (Markierung 1).
Vorne an der Gabelung steigen Sie halbrechts bergan, oben links und dann bald rechts über Stufen auf den Gipfel des Übelberges. Von der ersten Felskanzel rechts bietet sich ein prächtiger Blick über Tabarz hinweg ins Thüringer Becken, von den hinteren Klippen über die durchwanderten Talschluchten zum Inselsberg.
Wir beginnen nun den Abstieg auf dem am Klippenkamm entlang abwärts führenden Eberreschen-Pfad (die Bäume sind allerdings in einem traurigen Zustand) und steigen an den aufragenden Felsen der Hexenbank vorbei im Zickzack steil bergab. Der Weiterweg führt unten an der T-Gabelung nach rechts auf einem schönen Hangweg weiter - aber wenn Sie noch eine Rast einlegen wollen, gehen Sie hier 100 m nach links, wo eine Aussichtsbank am Fuß des Felsens einen wunderbaren Blick über den ersten Teil unserer Tour bietet. Das Dach des Schweizerhauses markiert den Eingang des Lauchagrundes.
Nun aber geht es auf dem Hangweg entlang der Bergflanke weiter, bis wir einen breiten Fahrweg erreichen, dem wir links bergab folgen. An einem Abzweig gehen Sie weiter geradeaus, Achtung dann aber in der Rechtkurve: hier biegen Sie links auf den befestigten Steig ab, der zum Ausgangspunkt der Tour eingangs des Lauchagrundes zurückführt.
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