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Redakteur: haraldkoch
Kategorie: Freizeit & Reisen
Veröffentlicht am: 08.03.2010 17:12

Von Münzen, Sehnsüchten und Wertbegriffen

Münzen Sammeln ist ein spannendes Hobby, bei welchen man dabei auch einfach den einen oder anderen Gewinn erzielen kann.

Die Numismatik ist - im Widerspruch zu ihrem etwas "verstaubten Image" vor allem bei der jüngeren Generation - ein "Steckenpferd" für phantasievolle Menschen. Denn kaum etwas regt unsere Vorstellungswelt so an, wie Geld und Zahlungsmittel. Ob gültig oder ungültig - der Anblick, speziell von Münzen, fesselt uns. Wir sehen einfach gerne hin. Warum verhält es sich wohl so? Wahrscheinlich weil es sich hier um ein Phänomen handelt, welches für jeden von uns von existentieller Bedeutung ist.

Damit soll uns nicht grundsätzlich eine monetaristische Grundhaltung unterstellt werden - es ist jedoch nicht zu leugnen, dass wir einen großen Teil unseres Lebens damit verbringen, Zahlungsmittel zu erlangen. Es ist hierbei unerheblich, in welchem Maße unsere Bemühungen von Erfolg gekrönt sind - das Streben danach ist das alle verbindende Element.

Gerade bei Münzen wird die Phantasie in besonderem Maße angeregt. Das mag zum einen daran liegen, dass die Banknote sich in Europa relativ spät als flächendeckendes Zahlungsmittel etabliert hat, zum anderen reizt der Edelmetallgehalt vieler antiker Münzen. Der Mensch mag es gerne genau und plastisch - Gold oder Silber sind sehr konkrete Wertträger. Auch wenn heute im regulären Zahlungsverkehr kaum noch Edelmetall in den Münzen zu finden ist - die positive Grundhaltung zu Zahlungsmitteln auf metallurgischer Basis ist im Unterbewusstsein verankert.

Von daher steckt in jedem von uns ein Münzsammler. Kommen dann noch Begeisterungsfähigkeit für die Motivgestaltung, die Herkunft, den Erhaltungszustand und vor allem den historischen Hintergrund des jeweiligen Stückes hinzu, ist die Basis für den Hobbynumismatiker gelegt. Jeder Mensch hat jedoch andere persönliche Wertigkeiten. Aber bei jedem von uns werden beim Betrachten von Münzen Stimmungen geweckt. Der eine betrachtet fasziniert 20 Eurocent, die in Griechenland geprägt wurden, und denkt an seinen letzten Urlaub zurück - der andere begeistert sich für den guten Erhaltungszustand eines Maria Theresien Talers aus dem 18. Jahrhundert.

Es wird spannend zu beobachten ob die Münzen im digitalen Zeitalter weiterhin eine Rolle spielen werden. Es wäre schade um dieses charmante Zahlungsmittel.