
Idealer Platz für Kultur- und Kreativwirtschaft, die Ueberschrift mag stimmen, nur vermittelte mir das gut besuchte 43.Kulturfrühstück im großen Jacques Offenbachsaal im Büsing Palais diesen Eindruck nicht. Auf dem Podium saß ein Museumsdirektor der über mangelnde Besucherzahlen klagte, eine Künstlerin die feststellte, das die Künstler vor Ort neben ihren künstlerischen Tätigkeiten, anderen Arbeiten nachgehen müssen, um ihren Broterwerb zu sichern. Die Aussichten im Eingangsreferat zeichneten ein realistisches und düsteres Bild am Horizont für die Kunstförderung ab dem Jahr 2010. Frau Dude, Hauptgeschäftsführerin der IHK Offenbach, zeigte Möglichkeiten der Förderung auf, aber mit großen Auflagen verbunden. Ich fand es war eine gelungene Veranstaltung, die dem Publikum interessante Informationen bot und auch zum nachdenken anregte. Was gänzlich fehlte, waren Konzepte und Ideen, die gangbare Wege aufzeichneten, aus dem Rhein Main Gebiet einen wahrnehmbaren und konkurrenzfähigen Standort für den Kunstmarkt zu machen, mit dem Ziel, Geld zu verdienen.
Ideen und tragfähige Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, das braucht die Region. Bei der Veranstaltung wurde versäumt, Offenbach als Ideengeber und Kreativstadt, in diesem Sinne zu positionieren. Der Ansatz war vorhanden. Für das Gute ist es nie zu spät, in dem Sinne fände ich es angebracht, die Diskussion weiterzuführen. Nicht unerwähnt möchte ich es lassen, das reichhaltige Buffet zu loben, denn der Mensch lebt nicht nur vom Wort allein.