
Amsterdam - Elvis Presley lebt - das jedenfalls hat ein holländischer Sicherheitsexperte dem elektronischen Passprüfsystem auf dem Amsterdamer Flughafen weisgemacht. Jeroen van Beek programmierte einen Chip für einen sogenannten ePassport auf den Namen des toten amerikanischen Rockstars - samt Elvis-Porträtfoto mit Schmalzlocke - und wurde damit problemlos vom Computer der neuen Selbstbedienungs-Passkontrolle des Airports Schiphol akzeptiert. Politiker der Opposition verlangten von Innenministerin Ter Horst eine offizielle Untersuchung der Sicherheitsstandards, hieß es am Wochenende in niederländischen Medienberichten.
Chip-Experte van Beek hatte seinen "Elvis-Streich" auf Video festgehalten und ins Internet gestellt. Für die Aktion, mit der er Lücken im Sicherheitsnetz nachweisen wollte, hatte er eine herkömmliche Smartcard benutzt, wie sie unter anderem für Kredit- und Kontokarten benutzt werden.
Auf dem Video ist zu sehen, wie an der Computer-Passkontrolle die Daten des US-Rockers aus dem elektronischen Ausweis angezeigt und akzeptiert werden. Dass der Passinhaber nicht der Mann auf dem Foto war, störte das System ebenso wenig wie der Umstand, dass das Reisedokument auf einen fiktiven Staat ausgestellt war. Van Beek hat nun eine Liste mit Ratschlägen zusammengestellt.

Neue Artikel
Ihre Artikel auf
Navigation
Rubriken 
Informationen
Bewertung: Für diesen Artikel wurde noch keine Bewertung abgegeben
Besucher: 1675
Artikel bewerten:






Kommentare