„Paddle for earth“ von Bremen nach Fehmarn - Marc Schoepke reist Freitag weiter Richtung Lolland und Schweden.
Meeschendorf - Braungebrannt. Durchtrainiert. Die Sonnenbrille in die Haare gesteckt. Ganz entspannt steht er vor seinem Kajak, am Strandabschnitt des Meeschendorfer Campingplatzes „Südstrand“ versucht einer elendigen „Landratte“ zu erklären, was denn die Faszination des Kajaksports, seines Sports, ausmacht. So, so. Ein Seekajak, ist das also 5,70 Meter lang und selbst für ein Crack wie Marc mitunter eine ziemlich kipplige Angelegenheit. Doch er hat es drauf. Paddelt schon seit er sich mit acht Jahren erstmals in ein Kajak setzte. Sein Hobby das zur Leidenschaft wurde, verbindet der 33 jährige mit einer Botschaft: Paddeln für den Klimaschutz „Paddle for earth“ so ist Marc seit 2003, seiner ersten größeren Kajaktour unterwegs.
Als angeblich erster Deutscher paddelte er seinerseits den Rhein-Strom aufwärts in Richtung Frankreich. Sieben Monate war er unterwegs. Im Spätherbst letzten Jahres tauchte das Paddelblatt seines Kajaks als Aufruf für den Klimaschutz von Berlin nach Bremen ins Wasser, dazwischen lagen im Frühjahr 2006 im Rahmen einer Aktion zum Schutz von Küsten und Uferzonen eine Kajakexpedition von Bremen nach Berlin und im Sommer 2004 einer Aktion für den Umweltschutz im Teufelsmoor. Er ist unterwegs kommt herum, doch die Ernsthaftigkeit die hinter seinem leben als Globetrotter und Abenteurer steht ist ihm wichtig.
Die Themen Klima und Umweltschutz liegen Marc Schoepke am Herzen.
„so geht es nicht weiter. Wir reden über den Klimaschutz aber es ändert sich nichts“,
so Schoepke, der , wenn er nicht gerade in Sachen Klimaschutz unterwegs ist, in einer Werbeagentur arbeitet. Bei seiner jüngsten fahrt von Bremen nach Fehmarn hat er es mal wieder vorgemacht.
Während vermutlich sehr viele Urlauber die CO2-Schraube allein schon bei der Anreise in die Höhe schraubten, hat Schoepke gerade einmal zweieinhalb Liter Spiritus zum kochen verbraucht. Sonst hielt er es mit dem Reisen wie zu Urzeiten: Er setzte seine Muskelkraft ein, um vorwärts zu kommen. Von Bremen ging es auf die Weser, Hadelner Kanal und Elbe Lübeck Kanal- bis zur Ostsee und dann nach Fehmarn. Drei Wochen war Schoepke unterwegs. Davon hatte er 16 Tage jeden Tag gepaddelt, abends schlief er im Zelt. Ein kleines Reisegepäck kann er in und auf dem Kajak verstauen.
Mit Getöse kündigte Petrus die Ankunft Schoepke auf Fehmarn an. Der war gerade auf dem Sund unterwegs, als ihn die 6 bis 7 Windstärken zu der Überlegung trieben doch lieber bei der Beelitz Werft „ rechts ranzufahren“ dort sei er freundlich aufgenommen worden, so Marc Schoepke, wie nahezu überall wo er mit seinem Kajak anlandet. Die Menschen hören ihm zu , vernehmen seine Botschaft: über das Klima und wie man sich schützen kann , nachzudenken. „wenn nur nicht viele schon den Weg zum Briefkasten schon das Auto nehmen würden“ hofft Marc der selbst Rad fährt und läuft, dass einige umsatteln mögen. Fürs Klima und fürs eigen Wohlbefinden. Letzteres pflegt Marc noch vermutlich bis Freitag auf dem Campingplatz, wo er derzeit verwandte, zwei Cousins besucht. Dann geht es weiter . Nach Lolland. Die Küste entlang Richtung Schweden. Er wird halten, wo es ihm gefällt. Dann wird er nach Bremen zurückkehren. Bis 1 April 2009 kann er sich für diese Tour Zeit lassen. Dann startet das nächste große Vorhaben. Es geht nach Indien.


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Quelle: Von Nicole Rochelle erschienen im "Fehmarnisches Tagesblatt vom 30 juli 2008"
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