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Sport | 24.08.2008 11:58  Drucker

Speedminton: Federball-Urenkel bringt Spielspaß bis Windstärke 4


Speedminton heisst ein neuer Sport, der sich anschickt, von Berlin aus die Sonnenstrände der USA zu erobern und schon dieser Umstand allein, macht Speedminton interessant. Denn sind es normalerweise die so genannten US-Fun-Sportarten, die abenteuersüchtige Europäer mit neuem Nervenkitzel locken, scheint Speedminton das Lebensgefühl von freizeitorientierten Menschen an beiden Ufern des großen Teiches getroffen zu haben. Weil der charakteristische Pfeifton, begleitet von einem satten „Blopp! „Blopp!“, an dem sich Speedminton-Spieler aller Nationen selbst in finsterer Nacht erkennen, inzwischen auch den Südwesten von Rheinland-Pfalz und Nordbaden erreicht hat, ist es an der Zeit, genauer hinzuschauen und selber zum Schläger zu greifen.

Auf den ersten Blick ist Speedminton ein Urenkel des klassischen Federball-Spiels. Nur eben ohne Federball, ohne Netz und mit deutlich höherem Spaßfaktor, denn wo dem beschaulichen Vorfahr selbst leise wehende Lüftchen den Garaus gemacht haben, ist für Speedminton-Spieler noch lange nicht Schluss. Bis Windstärke drei sind die Bälle auf stabiler Flugbahn unterwegs und das erhöht die Freude an dem schnellen Spaß-Sport beträchtlich. Selbst Windstärke vier bereitet den, mit leuchtend bunten Kunststoff-Stabilisatoren versehenen, so genannten Speedern, nur geringe Probleme, vorausgesetzt, dass der Schwerpunkt des Federball-ähnlichen Geschosses mit einem, im Lieferumfang enthaltenen, Gewichtsring beschwert wurde. Übrigens ist der Begriff „Geschoss“ in diesem Zusammenhang mit Bedacht gewählt, denn Spitzengeschwindigkeiten von rund 300 Stundenkilometern sind bei den flinken Ballwechseln keine Seltenheit.

Voraussetzung dafür, erfolgreich auf die flotten Mini-(Feder-)Bälle reagieren zu können, ist ein entsprechend weiträumiges Spielfeld. Praktischerweise ist dessen Begrenzung in den handelsüblichen Speedminton-Komplett-Ausrüstungen enthalten. Ähnlich zwei halbierten Tennis-Bällen setzen vier hellorange-farbene „Gecko-Marker“ ein deutliches Zeichen für Spaziergänger und Passanten, dass es sich lohnt, einen Augenblick auf den nächsten Ballwechse – und den damit verbundenen Ganzkörpereinsatz - der Spieler zu warten. Denn natürlich lässt sich eine Speedminton-Partie auch familientauglich, in beschaulicher Ping-Pong-Manier, absolvieren; wer aber Po, Hüfte, Schenkel und Lungen gehörig in Form bringen möchte, ist, dank blitzschnellen Stellungspiels, Schmetterschlägen und Flugparaden, bestens bei einem anspruchsvollen Fitness-Sport aufgehoben, der selbst Tennis-Ikone Maria Sharapova dazu gebracht hat, für die Speedminton-Macher in die Kameras zu lächeln.


Letzter haben übrigens alles dafür getan, den Siegeszug ihres flinken Schläger-Sportes unumkehrbar zu machen: Der „Speed-Court“, zwei hellgelbe Stoffbänder, die die Spielzonen der Kontrahenten auf eine quadratische Fläche mit einer Seitenlänge von 5,5 Metern begrenzen und in einer Entfernung von knapp 13 Metern auf den Boden gelegt werden, lassen beinahe jeden Ort der Welt zu einem turniertauglichen Wettkampfplatz mutieren und handelsübliche Tennisplätze verwandeln sich – Dank der ebenfalls im Zubehörhandel erhältlichen „T-Lines“ – sekundenschnell in zwei angesagte Szene-„Hotspots“.

Kein Problem haben Speedminton-Freunde übrigens in dem Fall, dass der örtliche Tennisverein mangels Mitglieder die Flutlichtanlage abgestellt hat: „Blackminton“ heißt die Mitternachts-Variante des Federball-Urenkels. Streichholz-große Kunststoffröhrchen, so genannte Knicklichter, bringen auch in schwärzester Nacht den ebenfalls fluoriszierenden „Night-Speeder“ zum Leuchten. Wem also demnächst, bei einem nächtlichen Spaziergang, ein hell pfeifendes, vermeintliches Glühwürmchen um die Ohren fliegt, sollte ganz genau hinhören: Das satte „Blopp!“ „Blopp!“ verrät garantiert die Standorte zweier Mitglieder der geplanten Speedminton-Initiativen in Südpfalz (www.pfalz.spasssport.de) und Nordbaden (www.baden.spasssport.de).

Infokasten: „Speedminton“ und „Blackminton“ sind eingetragene Marken der Berliner Speedminton GmbH. Wer mehr wissen moechte bekommt weitere Informationen im Internet: www.Speedminton.de.

 Informationen

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 Kommentare

2 Kommentare / Kommentar schreiben

Profilbild von Lesari

Lesari

14.01.2009 18:18

Das habe ich erst vor kurzem im Fernsehen gesehen, ich denke das man vor allem Schnelligkeit und Koordination gefragt.

Profilbild von bill

bill

03.10.2008 17:37

wirklich mal ein schöner artikel über speedbadminton. übrigens heisst der gewichtsring richtigerweise windring. und federball braucht man nun wirklich nicht mehr auszupacken, denn wann ist es denn schon mal "windstill"?!! am 1. + 2.11.2008 werden nun schon zum dritten mal die berliner speedminton meisterschaften ausgetragen. jeder und jede kann mitmachen, wenn sie sich trauen. ich starte in der gruppe über 40 auch wenn ich schon über 50 bin.

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