
"He Alte wie siehst Du denn aus, hast Du Deine Klamotten vom Dachboden oder bei ALDI gekauft ?" So beginnt Diskriminierung, oft von denen vorgetragen, die sich selbst diskriminiert fühlen. Markenbekleidung soll Selbstbewusstsein vermitteln, ein dummer Irrtum, dazu oftmals ist die Marke nur teuer bezahlter, billiger Immitationsramsch.
Modeschauen in den Schulen, nicht auf dem Laufsteg sondern in den Klassenzimmern.
Wer kann was tragen ? Wer kann was bezahlen ?
Wie kann ich meinen Mitschüler demütigen ?
Kleidungsstücke vermitteln einen allerersten Eindruck vom Gegenüber. Wie wirkt der Mensch der uns zum ersten Mal begegnet. ? Welches soziale Umfeld spiegelt sich in seiner Kleidung wider ? Soziale Konflikte und Ausgrenzung erleben viele Menschen unserer Gesellschaft schon in früher Kindheit. Werbung und BlödTV, prägen in heutiger Zeit vielfach die Verhaltensmuster junger Menschen, beginnend schon in der Grundschule, bei manchen schon in der Kindergartenzeit. "Hast Du was - bist DU was. Noch kein eigenes Geld verdient, aber von den Eltern schon in die Konsumfalle geführt.
Ein Umdenken im Konsumverhalten könnten die Schulen setzen, in dem sie konsequent für Schüler eine einheitliche Schulkleidung einfordert. Minirock, weisse Bluse, schicke Hose, lockere Sweatshirts. Was spricht dagegen, dem Klamottenwahn nach Modeartikeln einen sanften Riegel vorzusetzen. Respekt entsteht nicht durch die Gürtelschnalle auf dem Bauch.
Ausgrenzendes Verhalten behindert soziales Lernen. Nicht gelerntes soziales Verhalten verhindert es, Bindundungen zu Freundschaften entstehen zu lassen. Mit sechs Jahren seine Mitmenschen nur noch als Konkurent wahrnehmen zu können, und Grundschüler als Könige der freien Marktwirtschaft zu krönen erscheint nicht nur als Fehlentwicklung sondern wie eine soziale Erkrankung weil sie bei vielen Betroffenen, Schmerz und Leid verursacht. Gleichgültig die Schultern zu zucken und zu sagen: " Ja,ja so ist das mit der Globalisierung." dürfte als globales Versagen bezeichnet werden wenn Eltern und Lehrer nicht bereit sind miteinander in´s Gespräch zu kommen, Gespräche zu denen auf jeden Fall auch die Schüler gehören.
Es könnte ein kleiner Anfang sein auch für das grosse Unternehmen, kritischen Umgang mit Geld zu lernen.
geschrieben von Uwe-Kampmann


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Kommentare
Uwe-Kampmann
10.09.2008 19:25
Ich denke es reicht nicht aus mit den Schülern darüber zu reden. Ich könnte mir vorstellen, wenn man Prototypen schneidert und diese dann mit Modellen vorführt, das dann ein ganz anderer Eindruck entsteht als wenn man nur darüber spricht und sich nicht genau vorstellen kann wie das aussieht. Ich wäre als Schüler wahrscheinlich auch erstmal ablehnend gewesen. Man braucht auch sehr engagierte und gute Lehrer um dafür zu werben. Du kannst mit dazu beitragen das das Thema in Deinem persönlichen Umfeld weiter besprochen wird.
Ich habe mich über Deine Mail sehr gefreut.
Liebe Grüße aus Offenbach, Uwe
Digitalfox
10.09.2008 15:46
Ich finde die Idee mit der Uniform generell ganz okay. Denn ich weiß aus 1.Hand was es heißt unter solchen umständen wie dem Mobbing zu lernen. Es führt zu "leichten" depressionen bis hin zu schweren psychischen Störungen. Allerdings dürfte es schwer werden Uniformen einzugühren da die meisten Schüler dies sicher ablehnen würden. Wir haben mal in der Schule eine Umfrage erstellt, was die Schüler von Uniformen hält, dabei kam heraus das die meisten Schüler dagegen sind selbst sowas zu tragen aber für die "neulinge" sicher gut wäre. Ich persönlich schließe daraus das die Schüler einfach nicht bereit sind einheitliche Kleidung zu tragen, da die meisten einen "Status" vertreten wollen und "Reichtum" zeigen wollen.
LG