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Freizeit & Reisen | 22.04.2008 14:55  Drucker

Initiative Grenzlandreiter sucht die reiterfreundlichste Gemeinde in Rheinland-Pfalz


Rund 2.300 politisch selbstständige Gemeinden gibt es in Rheinland Pfalz. Noch bis zum 30. Juni haben Bürgermeister und Tourismus-Verantwortliche Gelegenheit, ihre Kommune für den Titel der „Reiterfreundlichsten Gemeinde RLP“ zu qualifizieren. Ziel des Wettbewerbes ist es, Freizeitreiter aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland auf die Qualitäten von Rheinland-Pfalz als Urlaubsparadies für Pferdefreunde aufmerksam zu machen. Ausgeschrieben hat den Wettbewerb die Initiative Grenzlandreiter aus Völkersweiler bei Landau. Nach Auskunft eines Sprechers war der ursprünglich vorgesehene Einsendeschluss, Mitte Mai, auf Ende Juni verschoben worden, um auch kleinen Gemeinden, die über keinen umfassenden Verwaltungsapparat verfügen, die Möglichkeit zu geben, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen.


„Neben den bekannten Tourismus-Gebieten an Rhein und Mosel bieten vor allem Hunsrück, Eifel, Westerwald und die Pfalz ideale Voraussetzungen, um Land und Leute mit einem geliehenen oder dem eigenen Pferd kennen zu lernen“, sagt Wiebke Krause. Die international erfolgreiche Western-Reiterin ist Mitgründerin der  Grenzlandreiter. Gemeinsam mit Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen der Sport- und Freizeitreiterei ist es Ziel der Initiative, die Grundlagen für einen qualifizierten Reitertourismus in Rheinland-Pfalz zu legen. Dem Pfälzerwald und den angrenzenden Nordvogesen komme bei diesem Vorhaben eine besondere Bedeutung zu. Die Region umfasst das größte zusammenhängende Waldgebiet in Mitteleuropa. Dank der liberalen Forstgesetze in Rheinland-Pfalz sei eine nahezu uneingeschränkte Nutzung des ausgedehnten Netzes von Waldwirtschafts- und Wanderwegen durch Reiter möglich.


Um Pferde, die sich in einer rund 6.000-jährigen, gemeinsamen Geschichte, zu den wichtigsten Kulturbegleitern des Menschen entwickelt haben, auch für künftige Generationen in der Natur zu erhalten, gibt es in Rheinland-Pfalz seit Mitte der 1970er Jahre Bestrebungen, Freizeitreiter für das Miteinander mit anderen Naturnutzern zu sensibilisieren. Mit einem wachsenden Netz besonders qualifizierter Reiterhöfe und kombinierter Lehrgangs- und Urlaubsangeboten wollen die Grenzlandreiter das Reiten in der Natur nun auch für solche Pferdefreunde salonfähig machen, die ihre Freizeit bislang vor allem auf Turnier- und Dressurplätzen verbracht haben. Voraussetzung hierfür sei es, den Menschen dabei zu helfen, die Bedürfnisse und Verhaltensweisen ihrer Pferde besser verstehen zu lernen, sagt Wiebke Krause.


Tatsächlich haben sich die meisten Übungen der Dressur- und Springreiter aus den Erfordernissen entwickelt, denen sich die Menschen früher, im täglichen Umgang mit ihren Pferden, ausgesetzt sahen. Damit die Reiter unserer Tage wieder sicher mit Pferd und Natur umgehen können, müssen eine Vielzahl Grundlagen im Bewusstsein der Menschen geschaffen werden: Dass die Straßenverkehrsordnung auch für Reiter gilt und dass Pferde, die ihre Box nur verlassen, um den Dressurplatz zu umrunden, vor jedem Eichhörnchen die Flucht ergreifen, sei für viele Freizeitreiter eine neue Erkenntnis. Dennoch aber sei das Reiten in der Natur ein ganz besonderes Erlebnis und Rheinland-Pfalz bietet, nicht nur durch abwechslungsreiche Landschaften und eine liberale Gesetzgebung, die idealen Voraussetzungen für qualifizierte Reitertouristen: „Wir haben ein großes Netz naturbelassener Wald- und Wirtschaftswege“, sagt Krause. Zudem gibt es, abseits der ausgetretenen Tourismus-Pfade, eine Vielzahl sehenswerter Besonderheiten, die sich dem Interessenten am einfachsten zu Pferd erschließen. Drittes Kriterium für die Teilnahme an dem „Landeswettbewerb Reitergemeinde“ ist die Ansiedlung eines Pferdebetriebes, der nach den Grundsätzen von Nachhaltigkeit, Tier- und Naturschutz arbeitet.

„Die Gesamtzahl der Kilometer naturbelassener Wirtschaftswege, ein entsprechender Kartenabschnitt, die Adresse des Pferdebetriebes und eine Liste der Sehenswürdigkeiten abseits touristischer Hauptrouten, sind die Teilnahmebedingungen für den Wettbewerb“, sagt Wiebke Krause. Der reiterfreundlichsten Gemeinde in Rheinland-Pfalz winkt unter anderem eine kostenlose Analyse ihrer naturverträglichen, touristischen Entwicklungsmöglichkeiten durch die Kaiserslauterer WSW und Partner GmbH. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2008. Wer mehr wissen möchte bekommt weitere Informationen im Internet: www.Grenzland-Reiter.de

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