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Unterhaltung | 13.04.2008 22:04  Drucker

Gutterballs - The night he came hard


Vollmundig wurde "Gutterballs" als neue Slashergranate angekündigt, die alle Horrorfans aus den Schuhen hauen soll. Ob der Film hält was er verspricht klären wir in diesem Review, welches auf der englischen Original-Langfassung beruht, die neben den Gewaltszenen auch Hardcore-Elemente zeigt.

Gutterballs - The night he came hard

Eine Bownlingbahn, eine Nacht und zwei rivalisierende Jugendgruppen. Diese Nacht wird zur Schlachtplatte und es gibt kein Entkommen, denn nachdem ein Mädchen vergewaltigt wird, taucht ein Killer auf um die Jugendlichen blutig zu dezimieren.

Gleich zu Beginn bekommen wir eine etwa 10minütige Vergewaltigung aufgetischt, die sehr hart und realistisch daher kommt und die Grenzen des guten Geschmacks schon voll und ganz ausreizen. Doch der Rest des Films stellt quasi eine Slasherkomödie da, wozu die Vergewaltigung einfach nicht passen will, da alles eher überzeichnet und witzig rüberkommt, außer eben diese Rape-Szene.

Nun gut, die Darsteller sind grottig und unsympathisch, aber da man schnell merkt das "Gutterballs" sich als Hommage an die 80er-Jahre-Slasherperlen sieht, ist dieser Aspekt quasi unter "gewollt" abzuheften. In der Tat gab sich Regisseur Ryan Nicholson richtig viel Mühe mit dem 80er-Feeling, denn sowohl die Farbgebung als auch die Outfits und erst recht der Soundtrack sind absolut glaubhaft und wirken tatsächlich so als sein der Film 25 Jahren älter als er es eigentlich ist.

Die Effekte sind sehenswert und sind komplett von Hand gemacht. Überflüssige CGIs fehlen komplett und so wirken die Splatterszenen durchaus sehr echt und sind auch zum Teil sehr hart und auch originell ausgefallen.

Doch leider macht "Gutterballs" auch jede Menge falsch. Da hätten wir zum Beispiel den Killer selbst. So ein dämliches Aussehen hab ich selten gesehen, wenn es lustig sein soll, tut mir leid, das ist es nicht sonder einfach nur lächerlich.

Weiter sind die Dialoge sowas von ausgebreitet und viel zu lang, was durch den Overkill des Wortes "fuck" bzw "fucking" die Belastungsgrenze der Zuschauer massiv ankratzt. Einfach unnötig und was noch schlimmer wiegt, einfach nur langweilig.

Fazit:
Gut gemeinte Slasher-Hommage, die aber ohne Rhytmus und Schwung daher kommt. Die Effekte sind sehenwert, der Rest pendelt von grottig bis akzeptabel. "Gutterballs" ist von dem versprochenen Kultstatus einfach meilenweit entfernt. Für Trash-Fans und Freunde ausgefallener Morde einen Blick wert. Alle anderen machen einen großen Bogen um den Streifen, was aber die BpjM wohl schon übernehmen wird, da der Film, wenn er denn in Deutschland erscheinen sollte, wohl relativ zuügig auf der §131-Liste landen wird.

geschrieben von Quaxi

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