Ein neuer Werwolf-Film kommt gerade brandneu aus den USA über den großen Teich, der genauso wie in den USA Direct-to-DVD bei uns erscheinen ist und quasi nur dadurch interessant wird, da er ein weiteres Beispiel der Wilkür bei deutschen Filmfreigaben darstellt.

Wir bekommen einen jungen Mann vorgestellt, dessen Vater bei einem Jagdunfall stirbt, doch als er zusammen mit Freunden im Wald von einem Werwolf attackiert wird, stellt sich schnell heraus, dass auch der Tod seines Vaters kein Unfall war. Der Werwolf muss also sterben....
Soviel zur Story und mehr ist da tatsächlich nicht zu holen. Tatsächlich versuchte Regisseur Lance W. Dreesen hier die guten alten Splatterkomödien wieder aufleben zu lassen, die viel Blut und Gags miteinander verbinden, wie es einst Peter Jackson's "Braindead" tat. Nun ja, gelungen ist dies in keiner Beziehung.
Okay, die Darsteller agieren durchaus bemüht und zum Teil auch recht glaubhaft, allerdings sind die pubertären Sex-Gags eher peinlich und auch das Drehbuch zeigt gravierende Schwächen, die den Rhytmus des Films schon im Ansatz vernichten.
Die Effekte, die alle von Hand gemacht sind, also keine CGIs, können dagegen gefallen und sind für die FSK ab 16 sehr hart. Hier werden Beine abgerissen, in Gedärmen gewühlt und Opfer in der Luft zerrissen. Einziges Indiz für die 16er Freigabe scheint die Tatsache zu sein, dass der lächerlich aussehene Werwolf nie ernst zu nehmen ist und so die Gewalt eher spaßig wirkt. Doch so war das bei Splatterkomödien eigentlich schon immer und das hinderte die BpjM eigentlich nie an einer Indizierung oder Beschlagnahmnung, aber wir wollen uns in diesem Fall dann auch mal nicht beschweren.
Am Ende bleibt uns ein mit Klischees vollgestopfter, leich pubertärer Werwolf-Streifen, der für Party grade noch akzeptabel ist, für einen ernsthaften Videoabend allerdings völlig uninteressant ist.
geschrieben von Quaxi


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