Als wir im Rahmen meiner Coach-Ausbildung lernten, Meditationen zu geben, fand ich das gar nicht lustig. Ich fand es sogar überflüssig – Zeitvergeudung. Was Ernsthaftes sollte es sein: Wissen – Theorie! Aber doch keine Wolldeckengeschichten. Bald wurden wir eines Besseren belehrt: Meditationen wirken wirklich. Auf den Körper, den Geist und die Seele. Einige von uns hatten weniger Stress im Job, andere mehr Gelassenheit und wieder andere konnten sich besser konzentrieren. Kleine Wehwehchen verschwanden fast automatisch.
Wie kann das sein? Dr. Ulrich Bauhofe, Chefarzt von Europas grösster Ayurvedaklinik erklärte einmal in einem Interview: "Studien zeigen, dass Meditierende 87 % weniger psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen haben, 87 %
weniger Herz- Kreislaufkrankheiten bekommen (...). Ausserdem verschwinden durch täglich 20 Minuten Meditation Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Verdauungsprobleme und Schlafstörungen. Häufig sogar in überraschend kurzer Zeit. (...).Die "Ärztliche Praxis" berichtet unter der Headline "Meditieren erweicht verhärtete Arterien": "Wer meditiert, senkt sein Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlafanfall zu erleiden." Die "Ärzte-Zeitung" berichtet: "Wer zweimal täglich 20 Minuten meditiert, beugt damit einer Atherosklerose vor, und zwar deutlich besser als durch herkömmliche Methoden wie Diät oder körperliche Aktivität. Dies kann man zumindest aus einer US-amerikanischen Studie mit 60 afro-amerikanischen Patienten, die hohen Blutdruck hatten, schliessen."
Wie kann man/frau lernen zu meditieren.
Der einfachste Weg ist wohl, mit Hilfe von CDs einen Einstieg zuwagen. Jede gut sortierte Universitätsbuchhandlung hat heutzutage eine entsprechende Abteilung, in der es Meditationen von Ärzt/innen, Heilpraktiker/innen oder auch von Psycholog/innen gibt.
Die Frage ist: was wollen Sie erreichen? Mehr Selbstsicherheit? Mehr Gelassenheit? Weniger Angst haben? Wollen Sie lieber „nur“ Meditationsmusik hören – oder gesprochene Texte? Wollen Sie sich von Therapeut/innen führen lassen und/oder selbst die Möglichkeiten haben, Visionen zu entwickeln? Haben Sie Träume von guter Gesundheit, Schlankheit, besseren Jobs oder dem Sinn des Lebens? Möchten Sie Kraft tanken, eine bessere Partnerschaft oder wollen Sie einfach Ihre Talente entwickelt sehen?
Tipps (CDs, Bücher) dazu gibt es zum Beispiel von Dr. Petra Schneider, Harald Wessbecher, Dr. Rüdiger Dahlke, Jon Kabat-Zinn oder dem Dalai Lama.


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Kommentare
Elizabeth
12.04.2008 20:06
Danke Lesari,
für die interessanten Gedanken,
herzlichst
Elizabeth
Lesari
12.04.2008 19:04
Interessanter Artikel. Nach fünf Jahren Thai Chi bin ich überzeugt das Mediation wirkt. allerdings halte ich nichts mehr davon, mit sogenannter Musik zu meditieren. Ganz am Anfang, als ich mich damit noch nicht so ut auskannte, fand ich es es gut. Doch jetzt kann ich sagen, ich bin froh das ich davon losekommen bin. Wir trainieren Thai Chi in absoluter Stille, das heißt wir konzentrieren nur auf unsere Übungen und Atem. Das ist für mich ein großer Unterschied geworden. Durch die Stille konzentriere ich mich auf einen Punkt, und bringe es mittlerweile auch in den Alltag hinüber.Dies möchte ich nicht mehr missen. Ob die Aussage stimmt, das die meditative Musik ausschließlich für den westlichen Markt geschaffen, wurde, kann ich noch nicht belegen. Manchmal denke ich schon, weil wir eine ständige Berieselung gewöhnt sind.
Ihre Frage würde ich für mich nicht so stehen lassen. Die Stille der Meditation, so wie ich es kenne, läßt einen innerlich wachsen. Das liegt sicherlich daran, das wir den strengen asiatischen Stil lernen, somit auch auf den kämpferischen Aspekt eingehen.
Liebe Grüße Lesari