Die „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ (KEF) empfiehlt, dass in gut 10 Monaten die Rundfunkgebühr um 0,95 € auf 17,98 € pro Monat angehoben werden soll. Noch haben die Länderparlamente aber nicht zugestimmt.

Für viele Bürger bedeutet die Anhebung eine erhebliche zusätzliche Belastung, weil sie auch mit Kostenerhöhungen in anderen Bereichen zusammenfällt.
Meine persönliche Akzeptanz dieses Gebührenanstieges tendiert gegen Null!
Die beiden Sender ARD und ZDF haben keine ausreichend transparente Kostenstruktur, so dass man sich doch fragt, wo all das Geld (ca. 7,5 Milliarden € / Jahr) hingeht.
Die ARD verzeichnete im Jahr 2005 Gesamteinnahmen von ca. 6,02 Milliarden €, davon ca. 5,8 % (ungefähr 350 Millionen €) durch Werbung. Das ZDF verbuchte Gesamteinnahmen von ca. 1,89 Milliarden € mit einem Werbeanteil von 5,9 % (ungefähr 110 Millionen €).
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland soll ein Garant für Unabhängigkeit und Meinungsvielfalt sein. Wie diese hohen Werbeeinnahmen damit vereinbar sind, ist aus meiner Sicht fraglich.
Im Jahr 2006 waren die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zudem der beste Werbekunde der deutschen Kinos. Sie gaben für die Kinowerbung 2,7 Millionen € aus!
In anderen Ländern wie z. B. Großbritannien beträgt die Rundfunkgebühr 15 €. Hier wird allerdings ein werbefreier öffentlich-rechtlicher Rundfunk garantiert.
In Deutschland bleibt es aber dabei: Für die Kleinen wird alles teurer, während den großen Unternehmen (s. Nokia) das Geld millionenfach nachgeworfen wird.
Interessante Informationen zur Rundfunkgebühr finden Sie auch auf http://www.gebuehrenstop.de.
Bildquelle: (c) Knipsermann / http://www.pixelio.de


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