Am 18. Dezember um 8 Uhr hatte das Warten ein Ende: Oldenburg muss nun nicht mehr „nur“ wohnen, sondern kann endlich auch leben: IKEA eröffnete seine zweitgrößte Filiale Deutschlands an der Holler Landstraße.

Eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung lud das schwedische Möbelhaus bereits Prominente aus Politik und Wirtschaft zum Frühstück ein, Reden wurden gehalten, die Leistungen der beteiligten Firmen und Personen angemessen gewürdigt. So bekannte der Bundestagsabgeordnete Thomas Kossendey: Billy tauge nicht nur als Kondom sondern auch als Regal!
In Rekordzeit von nur 32 Wochen haben die Skandinavier 44 Millionen Euro auf einem 100.000 Quadratmeter großen Grundstück verbaut. Die Oldenburger Dependence ist die erste Filiale mit einem 2.300 Quadratmeter großen Glashaus. IKEA hat geklotzt – nicht gekleckert – Die Oldenburger Niederlassung ist fast doppelt so groß wie das Haus in Bremen Brinkum.
280 Arbeitsplätze wurden geschaffen, die älteste Mitarbeiterin ist 57 Jahre alt. Man möchte für alle Altersgruppen da sein, so Einrichtungshauschef Ralph Möller. Ein ferngesteuerter und sprechender Sessel „Ektorp“ sorgte für Erheiterung. Ralph Möller:
Ralph Möller: “Den können Sie leider noch nicht kaufen! Ich finde ihn auch gut und ich werde mal nachfragen, ob ich irgendwann mal einen Prototyp bekomme, aber ich glaube eher nicht!”
Wieviele IKEA-Produkte hat ein Filialleiter wohl zu Hause?
Ralph Möller: “Ich habe so 80% von IKEA zu Hause, ich hatte ein paar Dinge, bevor ich bei IKEA angefangen bin zu arbeiten – die habe ich auch noch – und jetzt kaufe ich zu 99% IKEA-Produkte.”
Für Ralph Möller ist eine anstrengende Vorbereitungs- und Planungszeit zu Ende gegangen.
Ralph Möller: “Es ist immer wieder ein prickelndes Gefühl. Ich habe so eine Eröffnung zum zweiten Mal selbst geleitet und es ist ungefähr die 20. Eröffnung, bei der ich dabei bin und das ist pure Gänsehaut, das kann ich nur sagen. Wenn die vielen Menschen da sind, wenn sie sehen, wie begeistert die Mitarbeiter sind und sie damit auch zeigen, dass sie sich bei uns wohlfühlen. Und dann kommen die Kunden rein und können es nicht verstehen, dass wir ihnen so zujubeln. Die Kunden sind die wichtigsten Menschen für uns.”
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von IKEA scheinen extrem gut gelaunt und hochmotiviert zu sein.
Ralph Möller: “Das schaffen wir dadurch, dass wir das Konzept so leben, wie es ist! Gutes Vorbild sein, sich um jeden Mitarbeiter kümmern, Mitarbeiter loben – aber auch sagen, wenn es nicht passt – und einfach sie als Mensch gut behandeln. Ich behandele meine ganzen Kollegen – ich nenne sie Kollegen und nicht Mitarbeiter – so, wie ich selber gerne behandelt werden möchte. Das ist das ganze Geheimnis, keine Distanzen zu haben, das ist das Wichtigste für einen Chef.”
Neben IKEA gibt es noch andere Baustellen in Oldenburg, Famila, ECE, Parkhaus Amalienstraße… Ärger und Bedenkenträger gegen das ein oder andere Bauvorhaben gab und gibt es überall – nur bei IKEA waren sich alle einig. Gefällt sich IKEA in der Rolle des ‘Good Guys’?
Ralph Möller: “Natürlich! Ich frage mich auch immer, woran das liegt. Das liegt wohl daran, dass wir einfach unkompliziert sind und das wir natürlich auch schöne, günstige Möbel haben. Die Menschen, die zu uns kommen, wissen, dass wir es ehrlich meinen – und das ist das Wichtigste!”
Nachdem Möller um kurz vor 8 traditionell einen Baumstamm durchsägen musste, blieb der ganz große Ansturm zunächst aus. Dabei wurden 30 Polizeibeamte und 45 Einweiser zusätzlich eingesetzt, um ein größeres Chaos zu vermeiden, 1.000 weitere Parkplätze wurden in der Nachbarschaft angemietet. Die Kundinnen und Kunden jedenfalls waren begeistert.
Kunde: “Wir sind heute Morgen um drei Uhr aufgestanden, um fünf waren wir hier! Wir kommen aus Esens! Wir wollten das mal mitmachen, Weihnachtsgeschenke und andere Dinge einkaufen. Das war ja auch ein riesiger Empfang hier, da kam man sich richtig prominent vor!”
Auch studentische Hilfskräfte wurden vorsorglich engagiert.
Student: “Das ist meine erste IKEA-Eröffnung. Ich bin eine studentische Hilfskraft. Das ist ja ein Wahnsinns-Auftrieb hier! Eine Wahnsinns-Umsetzung und auf jeden Fall eine geile Sache, es ist geil, dabei zu sein, eine gute Energie hier! Meine Aufgabe ist es, gute Laune zu verbreiten, Fragen zu beantworten, freundlich sein! Wir hatten einen Tag lang eine Schulung über die Geschichte von IKEA, das IKEA-Feeling, wir haben einen Rundgang gemacht einen so einen guten Einblick bekommen.”
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden zuvor in anderen Filialen geschult und auf ihren Oldenburger Einsatz vorbereitet. Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung konnten die ‘Familiy Card-Inhaber’ schon mal probe-shoppen. Der Testlauf verlief reibungslos!
Mitarbeiter der Promotion-Abteilung: “Ja, das ist schon toll! Die Stimmung ist super! Wir waren ja gestern schon hier zur Voreröffnung, das ist schon eine tolle Sache! Man merkt, dass die Kunden Spaß haben, die Mitarbeiter Spaß haben – und so soll es ja eigentlich sein! Super! Es waren alle hoch zufrieden, die Geschäftsführung – alle waren zufrieden! So viel kann ich wohl sagen!”
Wenn Sie sich die Neuheiten PAX STORDAL, VÄRDE oder KRAMFORS anschauen wollen, IKEA öffnet Freitags und Samstags sogar bis 22 Uhr. Und ‘ne Portion Köttbullar geht ja bekanntlich auch immer. Sofern Ihr Auto den Elchtest besteht - Das neue Smoland an der Holler Landstraße erwartet sie!!
IKEA ist auf großem Expansions-Kurs. Ebenfalls am 18. Dezember öffnete eine weitere Filiale in Rostock. Wird also bald in jeder Stadt ein Einrichtungshaus eröffnet? Warten wir gespannt auf die Filialen IKEA Varel, IKEA Cloppenburg und IKEA Nordenham. Smørrebrød, Smørrebrød, røm pøm pøm pøm!
(Transkription eines Radiobeitrages. Anhören unter: http://www.olisabendshow.de/ - Sendung Nr. 26 vom 19. Dezember 2007)
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