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Skurriles | 30.12.2007 19:26  Drucker

Ein Käfig voller Narren in Bremen


Schrill! Bunt! Schräg! Das wird garantiert, wenn die Narren losgelassen werden. Doch hier geht es nicht um den Karneval. Die Rede ist vielmehr vom Musical ‚Ein Käfig voller Narren’ – das große Spektakel gastiert derzeit im Bremer Musical-Theater. Neben Bernd Herzsprung sind auch Hildegard Krekel und Hans Neblung auf der Bühne zu sehen.

Ich betrat die Bretter, die im ‚Käfig voller Narren’ eine ganz andere Welt bedeuten!

Ein Käfig voller Narren in Bremen

Hans Neblung: „Ich bin der Hans Neblung und ich spiele den ‚Albin’ und die ‚Zaza’, das ist der Ober-Transvestit aus dem ‚Käfig voller Narren’. Es gibt einen Star und dieser Star heißt ‚Zaza’ und diesen spiel ich und alle anderen müssen mindestens zwei Meter hinter mir stehen in ihren Kostümen. Es ist eine Rolle, die jemanden zeigt, der sehr liebt und für Liebe alles tut.“

 

Hildegard Krekel: „Ich bin Hildegard Krekel und ich weiß schon, warum man den Hans Neblung ausgesucht hat – weil er einfach toll ist und großartig. Ich wünschte, ich könnte so singen wie er – aber ich gebe mir auch alle Mühe, das verspreche ich. Ich spiele – jetzt fällt's mir gerade ein – Madame Dindon, und ich spiele das, was man bei mir gar nicht vermuten würde, die etwas unterdrückte, arme Ehefrau.“

 

Ein Käfig voller Narren zeigt eben nicht nur eine Welt des Glimmers, Glamours und Glitters, sondern auch eine Welt, die voll von Emotionen ist! – Liebe, Eifersucht, Leidenschaft – und manchmal wird es auch etwas traurig!

 

Hans Neblung: „Garantiert. Es geht auch nur zusammen, nur wenn ich mit jemandem lachen kann, kann ich auch mit dem weinen. Und das werden wir beides in guter Balance anbieten.“

 

Aber, worum geht es eigentlich in dem Stück ‚Ein Käfig voller Narren’?

 

Hans Neblung: „Es wird geheiratet! Ein Kind heiratet und...“

 

Hildegard Krekel: „Mein Kind heiratet!“

 

Hans Neblung: „Mein Kind auch!“

 

Hildegard Krekel: „Dein Kind? Oh ja, richtig, Es ist dein Kind...“

 

Hans Neblung: „Unsere Kinder! Wir sind verwandt!“

 

Hildegard Krekel: „Ja, ist das nicht schön? Ich wollte immer schon mal mit einem Transvestiten verwandt sein!!“

 

Hans Neblung: „Unsere Kinder heiraten. Mein – sozusagen – Adoptivsohn heiratet ihre leibliche Tochter.“

 

Hildegard Krekel: „Erst mal ganz lange nicht. Deswegen muss man ja auch in das Stück kommen. Aber dann vielleicht.“

 

Hans Neblung: „Es gibt dann ganz viele Probleme eben weil diese jungen Menschen zusammen kommen wollen, aber es eben Umstände gibt, die das irgendwie verhindern – zum Beispiel ihr Ehemann.“

 

In den 80er-Jahren wurde ‚La Cage aux Folles’ – so der Originaltitel des Theaterstückes, das zum Musical wurde – auch am Broadway gespielt. Es ist Kult, keine Frage und auch der ein oder andere Musiktitel ist seit Jahrzehnten ein Ohrwurm.

 

Hans Neblung: „Oh ja, ich meine, das ist doch immer was man gerne machen möchte auf der Bühne. Also Sachen singen, die irgendwann auch eine Zeit beeinflusst haben. Zum Beispiel ‚Ich bin was ich bin’ – in der Schwulenszene eine Hymne – wenn man dann auch noch ein großes Orchester um sich rum hat.“

 

Hildegard Krekel: „Ich finde, dieses Stück zeichnet sich aus, weil wir alles live haben. Wir haben nichts vom Band und es wird eigentlich nichts künstlich hergestellt. Und ich möchte sagen, es lohnt sich schon für unsere Kostüme reinzukommen.“

 

Hans Neblung: „Ja!“

 

Hildegard Krekel: „Mehr verrate ich jetzt nicht!“

 

Doch! Noch ein klein bisschen mehr soll hier verraten werden!

 

Hans Neblung: „Es gibt ein wirklich tolles Finale, wo sich alles auf den Kopf stellt. Und das ist dann vor allen Dingen für die Lachabteilung!

 

Also dann, viel Spaß im ‚Käfig voller Narren’!!

 

Das Musical gastiert noch bis zum 31. Dezember 2007 im Musical-Theater in Bremen. Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.





(Transkription eines Radiobeitrages. Anhören unter: http://www.olisabendshow.de/ - Sendung Nr. 26 vom 19. Dezember 2007)


Fotos

 Informationen

Quelle: OlisAbendshow.de
Bewertung: 4.7
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