Im weltweiten Netz kursiert viel Müll und wenig Lehrreiches. Täglich ärgert sich der Bruttonormalbenutzer der vernetzten Welt über Spam, Unwahrheiten und mit wenig Liebe zum Detail verfasste Inhalte. In Zeiten, in denen das kostenlose Videoportal YouTube den Austausch von kurzen Clips a lá Musikvideos bis zu längeren Mitschnitten von Fernsehsendungen ermöglicht, nutzen alle Menschen, ob groß oder klein, diese neuen Möglichkeiten. Im Groben wird das Internet mit neuem Material versorgt, das dem Surfer während seines Online-Aufenthaltes genug Unterhaltung bieten sollte. Auf der Suche nach wertvollen Informationen, kommt der Besucher eines Videoportals leider nicht so sehr auf seine Kosten. Ein Glück, dass drei Oldenburger im Dschungel „Internet“ für Wissbegierige Ordnung schaffen wollen. Und das geht ganz einfach: Man eröffne ein weiteres Videoportal im Web 2.0.

"Spotn.de“ nennt sich das neue Videoportal von Michael Schuricht, Enno und Hauke Schulte-Güstenberg. Hier gibt’s nicht nur was zum Gucken, sondern man kann daraus auch was lernen. Angefangen beim Krawattenbinden bis hin zu der Zubereitung eines Cocktails – Fakt: Hier kann alles eingebunden und hochgeladen werden, was sich mit einer Kamera filmen lässt. Das ist „Frag-Mutti“ im Videoformat. Uns Menschen ist es eben wichtig, die Probleme des Alltags leicht zu meistern. Warum sollte man dann nicht bei „spotn.de“ schnell ein Suchwort eingeben?
Die Seite gehört zu der neuen Web 2.0 Bewegung – so fällt auch hier im Titel ein makantes rotes „n“ auf. Abschrecken würde mich der aktuelle „PreBeta“-Stand, der den Besucher förmlich einfach auf mögliche Fehler aufmerksam macht.
Für Videomacher und Gewerbetreibende bietet die Plattform die Möglichkeit, ihr Wissen über das Buchbinden wiederum an die Besucher der Internetseite weiterzugeben und es unter dem Namen der eigenen Buchbinderei zu publizieren. Kostenfrei ist es für alle, so dass wirklich jeder etwas dazu beitragen kann, dass es mehr Lehrreiches im Internet zu bestaunen gibt. Fraglich ist allerdings, ob ein weiteres Videoportal im Internet bei dem gesättigtem Angebot überhaupt erwünscht ist oder ob es nur von Werbetreibenden zur Präsentation der eigenen Produkte missbraucht wird. Ob die Seite schließlich wächst und den Betreibern hier und da einen Groschen einbringt, entscheiden die Besucher, denn sie sorgen für den Inhalt. Sie entscheiden somit auch, welche Plattformen einen Namen bekommen und ob es „spotn“ schafft, ein würdiger Konkurrent der vielen anderen Videoportalen zu werden. Bis dahin steht der Erfolg aber noch in den Sternen. So zeigt doch die Erfahrung, dass man im Internet leichter Müll verkauft als Bildung.


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