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Kultur | 04.12.2007 00:05  Drucker

Kunstwerk des Monats Dezember 2007


Als Kunstwerk des Monats Dezember 2007 zeigt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte eine Büste des Königs Jérôme Bonaparte (1784-1860), der in den Jahren 1807-1813 das „Königreich Westphalen“ regierte. Die Vorlage der Büste stammt von einem Kasseler Bildhauer Johann Christian Ruhl (1764-1842) um 1810.

Inventarnummer 3624, 25 Zentimeter hoch und aus feinem Biskuitporzellan steht sie auf einem glasierten Sockel. Eine Büste, dargestellt wird Jérôme Bonaparte. So zeigt sich das Kunstwerk des Monats Dezember 2007, ausgeschrieben von dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg.

Jérôme Bonaparte regierte von 1807-1830 das „Königreich Westphalen“ mit der Hauptstadt Kassel, in der er residierte. Das damalige Königreich umfasste das ehemalige Herzogtum Braunschweig, Kurhessen und Gebietsteile von Hannover und Preußen.

Die Vorlage für die Porzellanbüste schuf der Kasseler Bildhauer Johann Christian Ruhl um 1810. Die Büste wurde zu der Zeit in verhältnismäßig hohe Produktion gegeben und galt als großbürgerlicher Zimmerschmuck. Bis auf drei Exemplare, ausgestellt in Museen, befinden sich die zahlreichen anderen Büsten im Privatbesitz. Wie viele es genau sind und an welchen Orten sie sich befinden ist unbekannt.

Seit 1943 veröffentlicht die Nordwest-Zeitung monatlich das Kunstwerk des Monats. Der Zusammenhang besteht darin, dass das Landesmuseum aus Kriegsgründen geschlossen werden musste. Damit das Museum nicht aus dem Gedächtnis der Leute entweicht, führte der damalige Museumsdirektor das Kunstwerk des Monats ein, das mit Bild und Text in der Lokalzeitung abgedruckt wurde und sich bis heute hat halten können.

Leider findet sich ausschließlich das so genannte ‚Bildungsbürgertum’, das langsam ausstirbt, in den Hallen des Landesmuseums wieder, um das Kunstwerk des Monats und seine Geschichte zu studieren. Existiert dieses interessierte Publikum nicht mehr, droht die Kunst und damit auch ihre Kultur in jedem Sektor langsam aus der Gegenwart der Menschen zu verschwinden.

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