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Gesundheit | 20.10.2007 17:12  Drucker

Was die Krankenkasse zahlt: Individuelle Intensivpflege ist kein Privileg für Reiche


Was die Krankenkasse zahlt: Individuelle Intensivpflege ist kein Privileg für Reiche

Dass auch schwerst-pflegebedürftige Menschen einen Anspruch auf eine individuelle Betreuung haben, die ihren persönlichen Bedürfnissen entspricht, ist die Überzeugung von Frank Hoffmann. Der 42-Jährige ist Inhaber der Mobilen Krankenpflege Magdeburg GmbH. Mit einem Team von rund 40 Pflege-Fachkräften begleitet der gelernte Krankenpfleger und Heilpraktiker alte und kranke Menschen im Großraum Magdeburg. Ein Ziel des Unternehmers ist es, intensiv-pflegebedürftigen Patienten so viel Lebensfreude und Menschenwürde zu erhalten, wie möglich.

Frank Hoffmann: „Bei schwerst-pflegebedürftigen Menschen stellen wir eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung in der Wohnung des Patienten sicher.“ Jeweils vier Mitarbeiter der Mobilen Krankenpflege Magdeburg GmbH teilen sich dabei eine 12-stündige Tag- und Nachtschicht. „Die festen Vierer-Teams sorgen für Vertrauen und Wiedererkennung“, sagt Andrea Oelze. Die 27-jährige, examinierte Krankenschwester erklärt, dass sich die Pflegeteams im Vorfeld der Betreuung mit den Interessen des neuen Patienten auseinandersetzen. Dazu gehört das Wissen über Musikgeschmack oder die Frage, welche Bücher und Themen den kranken Menschen interessieren.

Vor Ort kümmern sich die Betreuer natürlich auch um Pflege-Dokumentationen und die Durchsicht der medizinischen Geräte. „Das ist Aufgabe der Nachtschicht“, erzählt Andrea Oelze. Im Mittelpunkt der Tagschicht steht die Arbeit mit dem Patienten. Selbst vollständig gelähmte Menschen werden dabei motiviert, weiter am Leben teilzunehmen. Mit ihnen üben die Pfleger geduldig, den Tastsinn zu erhalten, lesen vor oder legen dem bewegungsunfähigen Menschen Gewürze, Vanille- oder Zimtstückchen, auf die Zunge, um dem Geschmackssinn neue Anregungen zu geben.

Zu den Vorteilen des individuellen Pflegekonzeptes gehört, dass keine standardisierten Abläufe eingehalten werden müssen. „Wenn ein Patient schwer zur Ruhe kommt und dann doch einmal durchschläft, wird er nicht für ein Frühstück geweckt, das später gereicht werden kann“, sagt Andrea Oelze und Frank Hofmann räumt mit dem Vorurteil auf, dass eine solche Betreuung unbezahlbar wäre. „Wir bieten unseren Service zu Tarifen an, die Krankenkassen oder Pflegeversicherung in der Regel übernehmen. Eine Intensivbetreuung in den eigenen vier Wänden ist kein Privileg für Reiche!“ Wer mehr wissen möchte bekommt weitere Informationen im Internet. Die Webadresse lautet: www.Mobile-Krankenpflege-MD.de

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Quelle: diakonetz.de
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