Fünf Jahre nach dem eigentlichen Einführungstermin wird nun nach und nach die elektronische Gesundheitskarte eingeführt. Der Gesetzgeber hat den Krankenkassen vorgeschrieben bis spätestens Juli 2013 allen 80 Millionen Versicherten diese Gesundheitskarte zu übermitteln.

Ablösung der alten Krankenversicherungkarte bis Mitte 2013
Auch die AOK Sachsen-Anhalt hat bereits im Anfang Februar damit begonnen ihren Versicherten die elektronische Gesundheitskarte (eGK) auszuhändigen. Bis Ende Dezember 2012 müssen auch sie mindestens 70 Prozent ihrer Kunden versorgt haben.
Ab dem 15. Lebensjahr erhalten Versicherte ein Schreiben, welches ausgefüllt und mit Foto an die Krankenkasse zurückgeschickt werden soll. Eine andere Möglichkeit ist zudem das online Ausfüllen des Fragebogens und Hochladen des Fotos. Nachdem die Krankenkasse die Daten erhalten hat, wird die elektronische Gesundheitskarte erstellt. Bis zum Erhalt dieser ist jedoch noch die alte Krankenversicherungskarte gültig.
Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte
Die eGK wurde in den vergangenen Jahren genau untersucht, unter anderem in Modellregionen. Nun löst sie die 1994 eingeführte Versicherungkarte ab. Es gibt viele Befürworter, aber auch zahlreiche Kritiker. Mit der elektronischen Gesundheitskarte soll die technische Vernetzung zwischen Ärzten, Kliniken und Apothekern verbessert werden. So soll sich vor allem die Versorgungsqualität der Patienten verbessern. Die Versicherten dürfen selber darüber entscheiden, welche Daten von Ärzten eingesehen werden dürfen und welche nicht. Außerdem führt die Gesundheitskarte zu einer erhöhten Transparenz der Kostenabrechnungen der Ärzte.
Nachteile - nicht alle sind bereit für den Fortschritt
Die fortgeschrittene Technologie erfordert aber auch ein umfassendes Verständnis der Verbraucher im Umgang mit der elektronischen Gesundheitskarte. Dies kann vor allem für ältere Menschen ein Nachteil sein, da oft gerade diesen die Grundlagen im Umgang mit der elektronischen Informationswelt fehlt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Angst um die Sicherheit der Daten. Obwohl die Daten besser verschlüsselt sein sollen, als bei der Versichertenkarte und der Zugriff dem System der EC-Karte ähnelt und auch eine PIN-Nummer nötig ist, sehen Kritiker hier Nachbesserungsbedarf.


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