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Schlagzeilen | 06.02.2012 16:03  Drucker

Eiswinter: Kälte legt Deutschlands Flüsse lahm


Deutschland bibbert immer heftiger. Sobald etwas feuchtere Luft nach Deutschland kommt, drohen zudem Schneefälle. Immobilien- und Grundstücksbesitzer müssen an die Verkehrssicherungspflicht denken. Was gehört alles dazu?

Das vergangene Wochenende hat Deutschland viel Sonne gebracht. Wer allerdings gehofft hat, dass das Quecksilber nach den Minusgraden der vergangenen Woche wieder etwas nach oben klettern konnte, musste sich enttäuscht vom Gegenteil überzeugen. Denn auch wenn die Sonne den Eindruck angenehmer Temperaturen erweckt, sind die Temperaturen sibirisch kalt und liegen weit unter dem Gefrierpunkt.
Eine Entwicklung, die sich nach Ansicht der Meteorologen in den kommenden Tagen auch nicht ändern wird. Ein stabiles Hochdrucksystem aus Russland verhindert, dass nach Deutschland und Osteuropa feuchte, aber auch deutlich mildere Luft einströmen kann. Die Tatsache, dass Deutschland derzeit eher einem Eisschrank gleicht, hat nicht nur Folgen für alle Immobilien- und Grundstücksbesitzer, die ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen müssen, sondern auch für den Verkehr.

Tipp: Zur Verkehrssicherungspflicht gehören nicht nur Gehwege und Zufahrten, sondern auch Dächer bzw. Dachlawinen. Auf diese Gefahr muss mit Warnschildern und Absperrstangen aufmerksam gemacht werden.

Flüsse frieren stärker zu

Durch die deutlichen Minusgrade frieren Flüsse wie Rhein und Elbe immer mehr zu. Schon jetzt muss die Elbe teilweise (im Bereich Magdeburg) für den Verkehr gesperrt werden, da selbst die Eisbrecher nicht mehr nachkommen – 15 cm dickes Eis stellen ein immer größeres Problem dar. Für die Binnenschiffer und die Wirtschaft ist die Kälte damit ein spürbares Problem. Wirklich besorgniserregend ist die Situation allerdings für alle, die kein Dach über´m Kopf haben.

Obdachlose sind angesichts der Kälte besonders stark gefährdet. Deutliches Zeichen ist die Zahl der Kältetoten, die rasant steigt und in Europa bereits auf über 300 gestiegen ist. Besonders hart trifft es zum Beispiel die Ukraine mit mehr als 130 Toten. Eine Entwicklung, die sich auch in den kommenden Tagen fortsetzen dürfte, wenn die Temperaturen auf niedrigem Niveau verharren. Hinweis: Trotz der Kälte sind nicht alle Flüsse ausreichend dick zugefroren, es droht Lebensgefahr beim Betreten von Eisflächen.

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