Selbstständige stehen vor der Wahl: Gesetzliche oder private Krankenversicherung? Oftmals ist dies eine Entscheidung für das ganze Leben, daher sollte diese gut überlegt und nicht voreilig getroffen werden. Mehr zum Thema auch hier.
Zu den Berufsgruppen, die zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung wählen dürfen, gehören auch Selbstständige und Freiberufler. Sie benötigen eine hochwertige Gesundheitsversorgung, weil sie sich längere Krankheitsphasen oftmals kaum erlauben können.
Viele selbstständig oder freiberuflich Tätige nutzen aus diesem Grund einen individuell zugeschnittenen Versicherungsschutz, den ihnen eine private Krankenversicherung bietet. Anders als in einer gesetzlichen Kasse wird die Beitragshöhe der Kunden hier nicht am Einkommen festgemacht, sondern an persönlichen Faktoren wie Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des
Versicherungsnehmers. Besonders gesunde Selbstständige mit einem hohen Einkommen profitieren deswegen in der Regel von günstigeren Beiträgen und gleichzeitig einem umfangreicheren Leistungsspektrum bei der privaten Krankenversicherung. Zwar können Selbstständige und Freiberufler auch freiwillig in eine gesetzliche Krankenkasse eintreten, doch dann müssen sie auf
viele Vorteile einer privaten Krankenversicherung verzichten.
Krankentagegeld als Absicherung
Für Selbstständige können Arbeitsausfälle durch eine Krankheit hohe Einkommensverluste bedeuten. Um mögliche Ausfälle auszugleichen, bieten private Krankenversicherungen das Krankentagegeld an. Viele Versicherer gewähren Selbstständigen bereits ab dem vierten Krankheitstag die Auszahlung
einer zuvor vereinbarten Summe, die den Versicherungsnehmer vor Einkommensverlusten schützen soll. Die Höhe des Krankentagegeldes kann variieren, darf aber grundsätzlich das auf den Tag umgerechnete durchschnittliche Nettoeinkommen nicht übersteigen. Neben dieser finanziellen
Absicherung lohnt sich die Entscheidung, Privatpatient zu werden, auch noch aus anderen Gründen.
Weitere Vorteile der PKV
Privat Versicherte erhalten je nach gewähltem Tarif Zuzahlungen beispielsweise für Zahnersatz, Heilpraktikerbehandlungen und Sehhilfen. Zudem genießen sie oftmals eine bevorzugte Behandlung beim Arzt, erhalten schneller einen Termin und müssen nicht so lange im Wartezimmer sitzen. Privatpatienten, die Wert auf weitere Leistungen wie Chefarztbehandlung oder Ein- bzw. Zweibettzimmer während eines Krankenhausaufenthaltes legen, können solche Wünsche in einen individuell zugeschnittenen Tarif einbeziehen. Viele private Krankenversicherungen bieten zudem die Möglichkeit der Beitragsrückerstattung. Nimmt ein Privatpatient in einem Jahr keine Leistungen
seiner Krankenversicherung in Anspruch, so erhält er seine gezahlten Beiträge teilweise wieder zurück.
Nachteile der PKV für Selbstständige
Wer sich wegen all dieser Vorteile für eine private Krankenversicherung entscheidet, sollte ich jedoch auch darüber im Klaren sein, dass eine spätere Rückkehr in die Gesetzliche nahezu ausgeschlossen ist. Selbstständige können nur dann wieder zurück in eine Kasse, wenn sie in ein Arbeitnehmerverhältnis treten. Auch bei Beitragserhöhungen der Privaten gibt es ansonsten keine
Gelegenheit, aus der privaten Krankenversicherung auszutreten.
Informationen, worauf Selbstständige beim Vergleich achten sollten gibts auch bei www.krankenversicherung.net/private-krankenversicherung-vergleich


Neue Artikel
Ihre Artikel auf
Navigation
Rubriken 

Informationen
Bewertung: Für diesen Artikel wurde noch keine Bewertung abgegeben
Besucher: 198
Artikel bewerten:






Kommentare