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Gesundheit | 09.01.2012 10:46  Drucker

Rürup-Rente: Das ändert sich 2012


Die Rürup-Rente oder auch Basis-Rente ist eine Alternative zur staatlich geförderten Riester-Rente. Sie eignet sich vor allem für Menschen, die für eine Riester-Rente nicht in Frage kommen, also beispielsweise Selbständige und Freiberufler, aber auch für Menschen, die eine erhebliche steuerliche Last tragen müssen. Denn anders als bei der Riester-Rente, werden Rürup-Sparer nicht durch staatliche Zulagen gefördert, erhalten aber erhebliche steuerliche Vorteile.

So können pro Jahr Beiträge in Höhe von maximal 20.000 Euro bei Alleinstehenden und 40.000 Euro bei Ehepaaren von der Steuer abgesetzt werden. Dabei erkennt das Finanzamt einen bestimmten prozentualen Anteil der Beiträge als Sonderausgaben an. 2011 waren das noch 72 Prozent, im Jahr 2012 erhöht sich dieser Anteil auf 74 Prozent. So können Singles bis zu 14.800 Euro von der Steuer absetzen, Verheiratete bis zu 29.600 Euro. In den nächsten Jahren werden sich die steuerlichen Vorteile schrittweise um 2 Prozent erhöhen, bis die Sparbeiträge vollständig beim Finanzamt als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Zudem lassen sich die monatlichen Einzahlungen sehr flexibel gestalten, was besonders für Selbständige, die ein unregelmäßiges Einkommen haben (siehe bundesfinanzministerium.de), sehr interessant ist.

Weitere wichtige Änderungen

Auch bei anderen Altersvorsorgeprodukten gibt es für dieses Jahr Änderungen. So wurde der Garantiezins von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent gesenkt. Dies hat Auswirkungen auf Rentenversicherungs- und kapitalbildende Lebensversicherungsprodukte. Denn hier greift der Garantiezins, wenn eine Versicherungsgesellschaft nicht in der Lage ist Überschüsse zu erwirtschaften. Damit der Versicherte dennoch Rendite auf sein angespartes Kapital erhält, gibt es den gesetzlich vorgeschriebenen Garantiezins, der auch bei einem schlechten Finanzjahr gilt.

Zudem wurde das Renteneinstiegsalter von 60 auf 62 Jahre erhöht. Dies hat zwar zur Folge, dass Versicherte länger einzahlen und damit beispielsweise eine höhere Rente erhalten. Jedoch kommen sie auch erst zwei Jahre später in den Genuss der Zahlungen. Dies geht mit der Einführung der Rente ab 67 einher. Diese sieht eine stufenweise Anhebung des Rentenalters vor, womit den Auswirkungen des demografischen Wandels entgegengewirkt werden soll.

Altersvorsorge nicht vernachlässigen

Da aber selbst solche Maßnahmen nicht verhindern können, dass die staatliche Rentenleistungen in Zukunft nicht ausreichen werden, um den finanziellen Bedarf aller Menschen im Alter zu decken, ist die private Altersvorsorge trotz der zum Teil negativen Änderungen für Verbraucher unerlässlich. Nur so kann man effizient vor Altersarmut oder einer erheblichen Einschränkung des persönlichen Lebensstandards vorbeugen. Sowohl bei Rentenversicherungen, Kapitallebensversicherung als auch bei der Rürup-Rente ist jedoch eine ausführliche Beratung (http://www.finanzen.de/ruerup-rente-vergleich.html) durch einen Versicherungsexperten notwendig, da es sich nicht nur um eine sehr langfristige sondern auch wichtige Investition handelt.

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