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Internet | 17.10.2007 22:33  Drucker

Lizenz-Analyse: Nachlässiger Umgang mit Software-Rechten kostet Unternehmer Millionen


Wenn heutzutage von Raubkopien die Rede ist, denken die meisten Menschen an dubiose Märkte in China, Thailand oder Vietnam, wo es die illegalen Clone der neuesten Computerprogramme für ein paar US-Dollar an beinahe jeder Ecke zu kaufen gibt. „Schwarze Schafe“ finden sich aber auch hier zu Lande – und das oft ohne das Wissen der Betroffenen. Nach Angaben der Microsoft Deutschland GmbH (Unterschleißheim b. München), sei rund ein Drittel aller in deutschen Unternehmen eingesetzten Software nicht richtig lizenziert.

Die Gründe sind vielfältig, sagt Hans-Peter Bischof. Der 49-Jährige ist Geschäftsführer der BiRoNet KG, einem, als „Microsoft Gold-Partner“ anerkannten EDV-Systemhaus in Landau/Pfalz. Hans-Peter Bischof: „Oft installiert ein Mitarbeiter die Software für einen neuen Kollegen „auf die Schnelle“, ohne dass die Zahl der Lizenzen angepasst wird.“ Es komme auch vor, dass EDV-Abteilungen im Laufe der Jahre den Überblick über die installierten Programme und Versionen verlieren. Mit fatalen Folgen, denn, was ein „Kavaliersdelikt“ scheint, kann für die betroffenen Unternehmen teuer werden.

„Die Business Software Alliance (BSA), arbeitet sehr effizient wenn es darum geht, „schwarze“ Software in Regalen und Rechner-Netzen aufzuspüren“, sagt der BiRoNet-Geschäftsführer. Nach eigenen Angaben vertritt die Organisation die Interessen der Softwarebranche und ihrer Hardwarepartner gegenüber Regierungen und Kunden auf dem globalen Markt. Entsprechend sinnlos ist der Versuch, den Fahndern der BSA den Einlass zu verwehren. Hans-Peter Bischof: „Da der Einsatz von nicht lizenzierten Programmen den Tatbestand der Urheberschutzverletzung erfüllt und dem Finanzamt durch die Raubkopien Steuergelder entzogen werden, unterstützt die Staatsanwaltschaft die Anstrengungen der BSA nach Kräften.“ In begründeten Verdachtsfällen sei es in kürzester Zeit möglich, einen Durchsuchungsbefehl zu erwirken. Und: In vielen Fällen ist es ein enttäuschter oder gekündigter Mitarbeiter, der den Fahndern durch gezielte Hinweise den entscheidenden Tipp gibt. Vor dieser Art von Racheakten ist, so Hans-Peter Bischof, kein Unternehmer gefeit.

Für ein ruhiges Gewissen sorgen daher die Angebote spezialisierter EDV-Systemhäuser. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Hans-Peter Bischof: „Über Erfolg und Misserfolg der Lizenz-Analysen entscheidet die Erfahrung des Mitarbeiters vor Ort.“ Einen Hinweis auf die Qualifikation des jeweiligen Anbieters geben entsprechende Zertifikate der Software-Hersteller. Es lohnt sich also, nach Referenzen zu fragen und auf die Feinheiten zu achten, denn ein Fachmann erkennt oft auf den ersten Blick, ob zum Beispiel eine Neugestaltung der vorhandenen Lizenzverträge ausreicht, um dem Unternehmen Ärger und bares Geld zu sparen. Wer mehr wissen möchten bekommen weiter Informationen auf den Internetseiten der Business Software Alliance (www.BSA.de) und bei Hans-Peter Bischof (www.BiRoNet.de). Die Telefon-Nummer lautet: 06341/99430

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Quelle: diakonetz.de
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