Nach der Central Krankneversicherung gibt nun auch die ARAG Krankenversicherung eine satte Beitragserhöhung ihres PKV Tarifs E für 2012 bekannt. Damit gehört die ARAG PKV neben der Central zu den privaten Krankenversicherungen mit der höchsten Beitragsanpassung in 2012. Vor einem Wechsel sollten sich Versicherte über Alternativen genau informieren und auch den aktuellen Private Krankenversicherung Test zu Rate ziehen.
Der Einsteigertarif, E-Tarif der ARAG Krankenversicherung sollte insbesondere für Neukunden den Einstieg in die Private Krankenversicherung erleichtern. Als Einsteigertarif geplant, sollte der E-Tarif Neukunden für die ARAG anwerben und dann möglichst bald in teurere Tarife bugsieren. Dieses Kalkül ist bei der ARAG scheinbar nicht aufgegangen. Das PKV-Unternehmen muss jetzt seinen Mitgliedern für den E-Tarif Beitragserhöhungen zum neuen Jahr 2012 von bis zu 30 Prozent präsentieren. Da wundert es nur wenig, wenn nicht wenige Kunden angesichts der drastischen Beitragsanpassung in 2012 ihr Wechselrecht in Anspruch nehmen und entweder einen anderen Tarif oder gleich einen komplett neuen PKV-Anbieter wählen wollen.
ARAG-PKV: E-Tarif als günstige Einsteigertarif gedacht
In der Regel beträgt die jährliche Beitragsanpassung zwischen vier und maximal sieben Prozent. Die ARAG Krankenversicherung gibt nun mit der Beitragserhöhung im E-Tarif das Missmanagement des Konzerns an seine Kunden weiter. Die ARAG selbst argumentiert hingegen mit der zunehmenden Zahl von säumigen Zahlern im E-Tarif. Gedacht als günstige Einstiegsvariante für viele Kleinselbstständige und Freiberufler entpuppte sich der E-Tarif stattdessen zunehmend als Kostenfalle für das Unternehmen. Viele E-Tarif-Kunden konnten oder wollten ihren Beitrag nicht zahlen und blieben daher ihre Beiträge schuldig. Die dadurch aufgelaufenen Kosten gibt das Unternehmen nun mit der Beitragserhöhung der PKV an seine redlich zahlenden Kunden weiter und sorgt bei diesen für verständlichen Unmut. Als weiteren Grund für die Beitragserhöhung von fast 30 Prozent gibt die ARAG die zunehmenden Kosten im stationären Sektor an.
Andere PKV-Anbieter erhöhen Beiträge in 2012 nur moderat
Was Kunden sauer aufstoßen dürfte, ist dabei die Tatsache, dass andere PKV-Versicherer scheinbar besser wirtschaften können und ihren Kunden lediglich Beitragserhöhungen von vier Prozent oder maximal sieben Prozent aufbürden. Die ARAG geht sogar soweit und ärgert sich über das Wechselrecht von Kunden. Dieses Recht, die private Krankenversicherung wechseln zu dürfen, würde letztlich dazu führen, dass zahlungskräftige Kunden in günstigere Tarife oder zu günstigeren Anbietern wechseln, während die säumigen Zahler in ihren Tarifen verbleiben würden. Vom Verursacherprinzip scheint die ARAG indes nicht viel zu halten. Es mutet vielmehr so an, dass die ARAG durch die Einführung des E-Tarifs sich eine schnelle und kurzfristige Kundenschwemme und dementsprechenden Gewinn erhofft hat. Dass sich mit Billigtarifen auch nur Kunden einfinden, die nicht oder kaum in der Lage sind, teurere Tarife zu bezahlen, hat das Management der ARAG dabei wohl ebenso wenig bedacht, wie das Management der Central Krankenversicherung, die mit gleichen Problemen kämpft.
Central-Krankenversicherung erhöhte Beiträge um bis zu 40 Prozent
Auch die Central Krankenversicherung machte in den letzten Tagen Schlagzeilen mit Beitragserhöhungen der PKV in 2012, die von einem seriösen Wirtschaften weit entfernt zu sein scheinen. Die Central PKV langt zukünftig bis zu 40 Prozent beim Beitrag zu. Betroffene Kunden haben aufgrund der Beitragserhöhung ein Wechselrecht. Ihnen steht somit das Recht zu, entweder den Tarif oder gleich den ganzen PKV-Anbieter zu wechseln. In jedem Fall sollte neben einem guten Preis-Leistungsverhältnis auch die Beitragsstabilität der letzten Jahre beachtet werden. Vergleichsportale helfen hier bei der Suche nach dem optimalen Tarif und Anbieter. Die ARAG versucht der Beitragsexplosion übrigens durch ein Antasten der Altersrückstellungen Herr zu werden. Auch dies gibt zu denken! Auskunft über die Beitragsstabilität gegen einige PKV Tests der Stiftung Warentest und anderer Prüfer.


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