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Wirtschaft | 17.10.2011 10:43  Drucker

Signal Krankenversicherung verschärft Annahmebedingungen


Nachdem viele private Krankenversicherer 2011 ihre Annahmebedingungen aufgrund der zunehmenden Zahl an Nichtzahlern verschärft haben, zog nun auch die Signal Iduna Krankenversicherung nach und verschärfte ihre Annahmeregeln für alle Neukunden. Zukünftig muss jeder Antragssteller eine Vorversicherung über einen Zeitraum von mindestens 24 Monaten sowie eine regelmäßige Beitragszahlung nachweisen können.

Nachweis der Vorversicherung

Bereits 2010 verschärfte die Signal Iduna Krankenversicherung ihre Annahmebedingungen in den Bereichen „wirtschaftliche Standfestigkeit“ und „Vertragstreue“. Antragssteller müssen nach den neuen Regeln, die seit dem 15.10.2011 gelten, nun einen Vorversicherungszeitraum von mindestens 24 Monaten vorweisen. Aus alten Versicherungsverhältnissen dürfen außerdem keine Beitragsrückstände vorhanden sein. Lediglich  der Rückstand eines Monatsbeitrages aus dem aktuellen Versicherungsverhältnis ist erlaubt. Ob der Versicherte seine Vorversicherung bei eine gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung hatte, ist nicht relevant. Einzig und allein für Beamte gelten hier Sonderregelungen.

Krankenversicherer ändern Annahmerichtlinien

Auch andere Krankenversicherungen wie beispielsweise die AXA Krankenversicherung, die HanseMerkur Krankenversicherung und die Central Krankenversicherung verschärften 2011 bereits ihre Annahmebedingungen. Haben sich bei einem Antragssteller mehrere Monatsbeiträge angehäuft, so ist eine Antragstellung in einer dieser privaten Krankenversicherungen aussichtslos. Macht ein Antragssteller eine falsche Aussage bei der Befragung zu seiner Person und den Umständen in seiner aktuellen Krankenversicherung, so kann der private Krankenversicherung das Versicherungsverhältnis auch im Nachhinein fristlos kündigen oder auf ein vertretbares Niveau anpassen.  

Nichtzahler kosteten die PKV bereits rund 400 Millionen Euro

Mittlerweile sind es bereits rund 90.000 Versicherte, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen bzw. nicht mehr zahlen können. Nach Expertenschätzungen dürfte dies die private Krankenversicherung bereits 400 Millionen Euro gekostet haben. Gerade Selbstständige unterschätzen die Gefahren der PKV häufig und übernehmen sich bei den Beiträgen. Geht das Geschäft des Selbstständigen dann noch den Bach hinunter und die Einnahmen bleiben aus, so gerät dieser schnell in Zahlungsnöte.

Asenta GmbH
Am Hulsberg 162
28205 Bremen
Mail: info (at) asenta.de
URL: http://www.pkv-vergleich.de/

Pressekontakt:
Christoph Hanenkamp

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