Von der Leyen hat ihren Gesetzentwurf über jugendliche Testkäufer zurückgezogen, nachdem es heftige Kritik hagelte.
Dass der Jugendschutz zu lasch ist, ist für Ursula von der Leyen Grund "über wirksame Schritte zu diskutieren", erklärte sie in der Montagsausgabe der BILD. Sie äußerte sich zu den Kritikpunkten und bemerkte, nichts "durchpeitschen" zu wollen. Erst Recht jetzt würde man über eine Verbesserung nachdenken.
Und so ist es auch: Werden doch jetzt wirklich Gedanken gesponnen, wie man die katastrophalen Kontrollverstöße unterbinden kann. Das erklärt jedenfalls Drogenbeauftragte, Bätzing, zum wichtigsten Thema. Testkäufe zu unternehmen sei allerdings ein "nachrangiger Beitrag im Kampf gegen Drogen".


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Kommentare
ThisIsMyWorld
22.10.2007 13:30
Werden nicht im Fernsehen auch andauernt Kinder einkaufen geschickt? Die Politik ist doch dämlich, sich wegen jedem bisschen aufzuregen. Fakt ist: Es hätte Probleme geben können. Was aber das Aufdecken solcher Händler angeht, wäre das eine sinnvolle Möglichkeit. Überhaupt darf ja auch die Staatsanwaltschaft illigale Daten aus dem Netz ziehen, um damit Beweise zu sammeln. Wieso sollte man dann nicht Kinder einkaufen schicken?
Renke Grunwald
16.10.2007 00:00
Ich denke, die Idee war bedenklich, aber dennoch rief sie das Problem in die Köpfe der Menschen und erzielt somit sicherlich auch die erhoffte Wirkung.
Dass Kinde als verdeckte Ermittler arbeiten, ist natürlich eine Schande, zumal es sich auch um das Provozieren einer Straftat handelt – die meisten (naja, alle) Verkäufer waren auch mal unter 18 und können Jugendliche dementsprechend auch nachvollziehen, wenn sie Alkohol zu sich nehmen wollen.
Wir immer wäre das nur ein Kampf gegen Windmühlen, der nichts weiter als das Bekämpfen von Symptomen, nicht aber der eigentlichen Ursache, darstellt. In den Köpfen der Menschen muss verankert werden, dass Alkohol schädlich sein kann und es auch inbesondere in Händen von Jugendlichen sein kann; dazu kommt zudem noch der stetig steigende Zwang, innerhalb der jugendlichen Subkultur Fuß zu fassen und an Reputation zu gewinnen, der Jugendliche oft in Situationen bringt, in denen sie keiner Logik zugänglich sind und nur noch Bestätigung erlangen wollen.
hendrix
15.10.2007 23:43
Genau über dieses Thema haben wir auf dem Geburtstag meiner Oma auch gesprochen :) und ich muss sagen, dass ich mich freue, dass Von der Leyern diesen Vorschlag zurück nimmt. Sicher gibt es andere Methoden um das Gesetz aufrecht zu erhalten, denn Kinder mit einzubeziehen wäre für mich schon eine darbietung eines Staates, welcher seine Gesetze und des Strafen/Bußen nicht durchsetzen kann. Positiv ist auf jeden Fall der Effekt, dass man über dieses Thema nachdenkt und andere Lösungsansetze vorstellt. Meine Family und ich wären z.B. zu der Lösung gekommen, dass man bei jedem Kauf von Alkohol seinen Ausweis vorzeigen und dies gesetzlich festgelegt werden muss. Denn mal ehrlich, wir sind eh schon alle so alt, dass wir trinken dürfen und den Ausweis hat man sowieso. Warum sollte man diese Funktion nicht nutzen und das ewige drauf hoffen der Kinder und Jugendlichen "bekomm ichs oder nicht?" hätte ein Ende. Sicher kaufen dann die Älteren das Zeug aber diesbezüglich können wir rein gar nichts unternehmen.