
Jade. Am Donnerstag, dem 04. Oktober, versammelten sich engagierte Jugendliche aus Jade zu einer Diskussionsrunde über das fehlende Jugendangebot in Jade. Das allgemeine Problem ist bekannt: Die Anzahl der Bewohner in Jade stieg in den letzten Jahren stetig an. Wie der Präventionsrat Jade bereits feststellte, fehlt es allerdings an sozialem Wachstum. Im Rahmen seiner Kandidatur bei der anstehenden Bürgermeisterwahl im November, lud Hans-Joachim Janßen deshalb zusammen mit Udo Eilers zu der gut besuchten Veranstaltung ein, um die allgemeine Stimmung der Jugendlichen einzufangen und aufzugreifen.
Auf seine Frage hin, welche Verbesserungswünsche und Ideen die Anwesenden haben und was in Jaderberg im Jugendangebot fehlt, gingen die Teenager direkt auf das Problem von fehlenden Räumlichkeiten ein. Es fehlt an einem Jugendtreff, in dem man seinen Hobbys nachgehen kann – sei es das Tanzen oder das Spielen von Instrumenten. Doch wie soll man sich eine solch kostspielige Einrichtung ohne die Gelder der Gemeinde leisten?
Udo Eilers zeigte sich optimistisch: "1500 Euro im Monat sind möglich", meint er und verweist auf den Weg der Sponsorensuche. Diesen Weg wollen Eilers und Janßen gemeinsam mit den Jugendlichen einschlagen. Erst mit einem durchdachten und guten Konzept, kann man Sponsoren anlocken.
Hans-Joachim Janßen
Janßen glaubt daran, dass Jaderberg ein guter Standort für diese neuen Räumlichkeiten ist. Vor einem Jahr begannen die Überlegungen, die von einer Unterschriftensammlung angeregt wurden. Jetzt sollen die Ideen und Anregungen im Rahmen des Wahlkampfs Janßens umgesetzt werden.
In einer Arbeitsgruppe sollen nun Meinungen eingeholt und behandelt werden. Außerdem soll eine Satzung eines neuen Vereins verfasst werden, der als durchführendes Organ angedacht ist. Noch vor Ort wurden Freiwillige und Interessierte in das neue Team aufgenommen. Des Weiteren sollen auch professionelle Stimmen, wie die eines Sozialpädagogen, einwirken, um eine erfolgreiche Umsetzung der Planung zu ermöglichen.
Eine der Mitglieder der neuen Arbeitsgruppe ist die 18-jährige Hendrikje Eilers. Neben dem Spielen von Theater und Gitarre und ihrer Mitarbeit bei „Night Church Wiefelstede“ und dem Konzertveranstalter Pinnwand, ist sie nun auch für die Jaderberger Jugend tätig. Im Gespräch mit YourJournal erklärt sie: „Ich mache das, weil es hier in der Gemeinde sehr wenig für die Jugendlichen gibt. Mit der Umsetzung des Treffpunkts kann man die Jugend endlich wieder aktiveren.“
Eilers hofft, dass es so gut weiter geht, wie es bei der vergangenen Diskussionsrunde angefangen hat. Mit ihrer Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe möchte sie dafür sorgen, dass mehr Menschen bewegt werden. „Die Aktion soll intensiv an den Mann gebracht werden.“
Bis zur Bürgermeisterwahl am vierten November soll die Vereinsgründung abgeschlossen sein. Danach ist es Hans-Joachim Janßen und Udo Eilers wichtig, Sponsoren zu finden. (mps)


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