Egal von welcher Seite man sich die mediale Sportübertragung heute anschaut, ob von der Zuschauerseite oder der finanziellen Seite, längst bewegen sich beide Zahlen nur noch im Millionenbereich. Allein die Sportschau des Fernsehsenders ARD erreicht im Schnitt 5,77 Mio. Menschen pro Sendung. Aber auch in finanzieller Hinsicht hat die Übertragung von Sportereignissen schon lange die Millionengrenze geknackt, so kosteten zum Beispiel die Übertragungsrechte für die Bundesliga 2006 ca. 420 Mio. Euro.

Die Fernsehlandschaft auf den heimischen Bildschirmen ist immer mehr geprägt von Sportsendungen. Allein Fußball war im Jahre 1996 3.685 Stunden zusehen, direkt gefolgt von Tennis mit 2.165 und dem Motorsport mit 1.777 Stunden und alle diese Zahlen wiesen eine steigende Tendenz auf.
Viele Sportarten und deren Übertragung stehen und fallen aber auch jeweils mit ihren Stars. Aktuelle Beispiele wären die Formel-1, mit dem Ausstieg von Michael Schumacher, was der Einschaltquote einen kleinen Dämpfer versetzte. Ein positives Beispiel für den Effekt, den Stars auf die jeweilige Sportart haben, wäre das Turnen. Mit Florian Hambüchen dem neuen Weltmeister am Reck konnte diese Sportart direkt eine höhere Medienpräsenz für sich verbuchen.
Bleibt nur noch die Frage, warum die Zuschauerakzeptanz für Sport im Fernsehen so groß ist zu klären bzw. warum immer Sportsendungen über unseren Bildschirm flimmern. Bei der Zuschauermasse liegt es wohl zu meist daran, dass sie selbst in einer der Sportarten mehr oder weniger aktiv ist, dessen Berichte er oder sie sich anschaut. Ebenfalls kommt es auch zur gesellschaftlichen Ritualisierung, sich gemeinsam mit der Familie oder den Freunden die Sportschau oder ähnliche Sendungen gemeinsam anzusehen. Beste Beispiele dafür liefert die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Sie brachte Tausende dazu, sich gemeinsam beim sogenannten „Public Viewing“ die Spiele anzuschauen. Aber auch im eigenen Wohnzimmer vor den Fernsehern brach die WM den Einschaltquotenrekord, so konnte das Halbfinale, in dem Deutschland auf tragische Weise ausschied, den Rekord von 29,66 Millionen Zuschauern einfahren, was einem Marktanteil von 84,1 Prozent entsprach.
Resümierend kann man festhalten, dass die Übertragung von Sportevents und Sport generell in jeder seiner Facetten im Laufe der Zeit immer medienwirksamer und präsenter wurde. Während das Potenzial immer weiter ausgebaut wird und zumindest jetzt die Zuschauerakzeptanz noch nicht erschöpft ist.


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