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Technik | 10.09.2007 22:06  Drucker

CHARISMA - 3D-Fernsehen aus Oldenburg


Die Oldenburger Firma ‚CHARISMA Technologies’ wurde im Wettbewerb ‚Deutschland - Land der Ideen’ ausgezeichnet und das zu Recht, denn die Firma schickt sich an, mit ihren neuen 3-D-Fernsehgeräten TV-Geschichte zu schreiben.

CHARISMA - 3D-Fernsehen aus Oldenburg

Die Oldenburger Firma ‚CHARISMA Technologies’ wurde im Wettbewerb ‚Deutschland - Land der Ideen’ ausgezeichnet und das zu Recht, denn die Firma schickt sich an, mit ihren neuen 3-D-Fernsehgeräten TV-Geschichte zu schreiben.

Was im Fernsehprogramm so alles läuft, ist manchmal richtig peinlich, zum Beispiel die Telefongewinnspiele, die nachts auf diversen Kanälen laufen und 50 Cent pro Anruf kosten.

Trotz aller Kritik: Wir sitzen im Durchschnitt jeden Tag fast 3 ½ Stunden vor dem Fernseher. Keine andere Erfindung hat unsere Freizeitgewohnheiten so nachhaltig verändert.

Auf der anderen Seite ist es kein Wunder, dass gerade wir Deutschen die Flimmerkiste so lieben, denn immer wieder waren es deutsche Erfinder, die die Geschichte des Fernsehens maßgeblich beeinflusst haben, zum Beispiel die Braunsche Röhre oder das von Walter Bruch 1963 entwickelte PAL-Farbfernsehsystem, das System ist bis heute Standard - fast überall auf der Welt.

Nun macht sich ausgerechnet eine Oldenburger Firma auf, die bunte TV-Welt erneut zu revolutionieren. CHARISMA heißt die neue Technologie. Das tolle an diesen Fernseher ist, dass er ein dreidimensionales Bild mit scheinbar unendlicher Tiefe erzeugt. Hilfsmittel, wie zum Beispiel die rot-grüne 3-D-Brille, sind nicht mehr erforderlich.

Aber kann CHARISMA auch alte Videos und DVD’s abspielen?

Geschäftsführer Ralf Lohmann:
„Sie können jeden Film, ob schwarz-weiß, Farbe, jede DVD, jedes Video-Band in der CHARISMA dreidimensionalen Qualität erleben. Es funktioniert genauso mit stehenden Bildern.“

Für einen Spott-Preis ist das sogenannte CHARISMA-TV-System natürlich nicht zu haben. Die kleine Variante des Systems kostet rund 12.000 Euro, das große Plasma-Display ist für rund 16.000 Euro zu haben.

Die Fernseher unterscheiden sich nur durch die Bildschirmgröße. Die Plasma-Displays haben einen Durchmesser von 43 bzw. 50 Zoll. Die CHARISMA-Technologie wurde in Oldenburg komplett neu entwickelt und ist mit der bisherigen Technik nicht vergleichbar.

Geschäftsführerin Eleonore Jantzen:
„CHARISMA verwendet eine völlig neuartige Technologie, die man auch mit keiner auf dem Markt befindlichen Technologie vergleichen kann. Dieses ‚3-D’ - davon grenzen wir uns ab - wir sagen im Höchstfall ein dreidimensionales sehen, wobei sie bei 3-D immer das Problem hatten, dass sie immer von den Dingen erschlagen wurden und eine Unschärfe da war, die sie fast an einen Herztod getrieben hat. Bei CHARISMA ist es hingegen so, dass sich ganz viele verschiedene Ebenen öffnen. Wir erreichen eine Bildtiefe, die immer wieder eine neue Perspektive bietet.“

Das CHARISMA-TV-System wurde vor ein paar Tagen der staunenden Presse im Hörzentrum Oldenburg vorgeführt. Nach dem Hörgarten am Hörzentrum Oldenburg und dem Hannah-Arendt-Zentrum ist die Firma CHARISMA bereits der dritte ‚Ort im Land der Ideen’ - Dieser Wettbewerb wurde anlässlich der Fußballweltmeisterschaft von der deutschen Wirtschaft und der Bundesregierung initiiert. Jeden Tag wird in Deutschland eine andere, zukunftsweisende Idee ausgezeichnet. Und anlässlich der Präsentation von CHARISMA war auch der Tennis-Star und Chef des Davis-Cup-Teams Patrik Kühnen vor Ort.

Die Oldenburger Firma ‚CHARISMA Technologies’ wurde im Wettbewerb ‚Land der Ideen’ ausgezeichnet. Zwanzig Mitarbeiter fertigen im Oldenburger ‚TGO - Technologie- und Gründerzentrum’ Fernsehgeräte, mit denen man dreidimensionale Fernsehgeräte in bisher nicht gekannter Schärfe und ohne Hilfsmittel sehen kann. Anlässlich dieser Preisverleihung war auch der Teamchef der deutschen Davis-Cup-Mannschaft - Patrik Kühnen - anwesend. Die ersten Bilder, die Patrik Kühnen auf dem neuen Gerät gesehen hat, waren allerdings keine Tennis-Bilder...

Patrik Kühnen:
„Nein, also das waren keine Tennis-Bilder, sondern das war ein normales Fernsehprogramm zum einen und dann bin ich natürlich auch neugierig und wir haben noch einige DVD’s angeschaut und dann haben wir auch mal eine Tennis-DVD reingelegt. Diese DVD haben wir dann auch mal für zehn bis fünfzehn Minuten gesehen, auch nicht länger - aber das war schon sehr beeindruckend, was ich da gesehen habe!“

Das neue TV-System könnte ihm beim Training mit seiner Mannschaft und bei der Spielanalyse enorm helfen und so denkt Patrik Kühnen bereits über einen Einsatz nach...

Patrik Kühnen:
„Also, das ist auf jeden Fall das, was ich jetzt im Kopf habe. Das werde ich sicher ausprobieren - ganz klar, weil ich aufgrund der fünfzehn Minuten, die ich gesehen habe und aufgrund der räumlichen Sehweise mir sehr gut vorstellen kann, dass man doch einigen Nutzen daraus gewinnen kann. Wie es im Endeffekt dann ausgeht, muss man in den nächsten Monaten dann auch sehen. Auf jeden Fall werde ich den Schritt tun und mich sehr intensiv mit der Sache beschäftigen, weil es eben eine zukunftsorientierte Technik ist und ich bin immer auf der Suche nach neuen Wegen, um noch ein bisschen was rauszukitzeln.“

Vor einigen Jahren noch war das Davis-Cup-Team nur zweitklassig. Momentan aber ist Patrik Kühnen mit den Leistungen sehr zufrieden und macht sich auch um den Nachwuchs keine Sorgen.

Patrik Kühnen:
„Wir sind erstklassig. Mit dem Nachwuchs sieht es sehr gut aus. Wir haben jetzt eine Entwicklung gehabt in den letzten zwölf Monaten - das konnten wir auch bei den ‚Australian Open’ sehr gut feststellen, wir hatten zehn deutsche im Hauptfeld der Herren und waren damit auch weltweit die drittstärkste Nation. Wir haben gerade jetzt im Spielerbereich hinter Tommy Haas - der ja unsere Nummer eins ist - mit Florian Mayer, Philipp Kohlschreiber, Benjamin Becker oder Simon Greul und Björn Phau Spieler, die durchaus Potential haben natürlich noch weiter nach vorne zu kommen. Das lässt für die Zukunft hoffen! - Wichtig ist aber auch für uns und für den Verband und für alle Tennis-Fans in Deutschland, dass wir sicherlich es schaffen, mit dem Davis-Cup-Team in naher Zukunft wieder Erfolge zu feiern.“

Auch als Buchautor hat sich der Teamchef einen Namen gemacht: ‚game. set. match.’ heißt das gedruckte Werk des 41jährigen, in dem er nicht nur über seine Tenniskarriere berichtet...

Patrik Kühnen:
„Es geht also darum, seinen persönlichen Traum zu verwirklichen, das ist natürlich festgemacht am Tennis, am Tennis-Sport, welche Wege dazugehören im Tennis, um sehr erfolgreich zu werden. Ich denke aber auch, dass viele Ansätze dabei sind, um das vom Tennis abzuleiten in andere Berufszweige. Es geht wirklich darum, wenn man sich Ziele setzt, wie man diese Ziele erreichen kann, was es alles mit sich bringt, auch diesen Weg zu gehen, Verzichte, erfolgreiche Sachen, Erfahrungen und es bietet zu dem einen sehr intensiven Einblick hinter die Kulissen des Davis-Cup-Teams. Einblicke, die nicht jeder bekommt, die nicht jeder sieht, zum Beispiel, wie es kurz vor dem Match in der Umkleidekabine aussieht, wie man Siege feiert, wie man Niederlagen verkraften muss. Es ist sehr sehr komplex und ich habe sehr sehr viele positive Nachrichten auch über die Homepage bekommen.“

Viel hat Patrik Kühnen von Oldenburg leider nicht gesehen, dennoch zeigte er sich tief beeindruckt von der Tatsache, dass in Oldenburg eine neue Fernsehgeschichte geschrieben wird. Schon bald wird auch in seinem Wohnzimmer in München ein CHARISMA-TV-Gerät stehen. Technologie made in Oldenburg.


Hören statt lesen unter: http://www.magic14u.de/Q1-2007/html/horsaal1.html


(Transkription eines Radiobeitrages. OLi's Abendshow - Sendung Nr. 7 vom 21. Februar 2007 - www.OlisAbendshow.de)


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Quelle: OlisAbendshow.de
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