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Unterhaltung | 05.08.2007 12:23  Drucker

Die Hochzeitsmesse in der Weser-Ems-Halle


Zu zweit glücklich durchs Leben gehen! - Eine Trauung auf Krankenschein gibt es zwar noch nicht, obwohl eine Studie der Universität Ohio jetzt bewiesen hat: Heiraten hilft gegen Depressionen! Verheiratete Menschen, so die Wissenschaftler, sind glücklicher und zufriedener.

Die Hochzeitsmesse in der Weser-Ems-Halle

Zu zweit glücklich durchs Leben gehen! - Eine Trauung auf Krankenschein gibt es zwar noch nicht, obwohl eine Studie der Universität Ohio jetzt bewiesen hat: Heiraten hilft gegen Depressionen! Verheiratete Menschen, so die Wissenschaftler, sind glücklicher und zufriedener.


Mit einer Heirat verbinden die Menschen ausschließlich positive Gefühle wie Liebe, Nähe, Vertrautheit, Geborgenheit und Sicherheit. Damit aus dem schönsten Tag im Leben auch der perfekteste wird, informierte die Hochzeitsmesse 2007 in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg über Alles zum Thema Heiraten.

Vor Beginn der Messe habe ich mit Frau Dagmar Finkmann gesprochen, sie hatte die Projektleitung für die Hochzeitsmesse in der Weser-Ems-Halle Oldenburg.

Oli:
„Frau Finkmann, wie viele Aussteller erwarten sie denn in diesem Jahr?“

Dagmar Finkmann:
„Auf der Hochzeitsmesse 2007 werden ca. 50 Aussteller das gesamte Dienstleistungsangebot und Produktangebot rund um das Thema Hochzeit präsentieren.“

Oli:
„Was dürfen wir in diesem Jahr erwarten?“

Dagmar Finkmann:
„Wir zeigen natürlich die neusten Trends in Sachen Brautmode für Sie und Ihn, das steht außer Frage! Es sind einige Brautmodenhändler dabei, bei denen natürlich das Anprobieren ausdrücklich erlaubt ist, das heißt also, die jungen Damen können ihre Wunschkleider vor Ort aussuchen, anprobieren und natürlich auch direkt kaufen. Darüber hinaus gibt es die Trends im Bereich Trauschmuck, wir haben Anbieter dabei, die wunderbare Tischdekorationen zeigen, verschiedene Vorschläge für Brautsträuße machen, es gibt gastronomische Betriebe, die ihr breites Angebot vorstellen und den zukünftigen Brautpaaren gerne Angebote unterbreiten für ihre individuelle Traumhochzeit.“

Oli:
„Wohin geht denn allgemein der Trend? Lässt sich das sagen? Heiratet man neuerdings wieder traditionell oder ist es eher jung, modern und frech?“

Dagmar Finkmann:
„Die Traumhochzeit wird im Grunde genommen sehr traditionell, quasi nostalgisch gefeiert - also zurück zu alten Werten. Das heißt aber nicht, dass sie konventionell gefeiert werden muss, sie kann trotzdem modern und unkonventionell sein.“

Oli:
„Was für ein Rahmenprogramm können sie denn bieten?“

Dagmar Finkmann:
„Den zukünftigen Brautpaaren bieten wir unter anderem stündliche Modenschauen an, dort zeigen zwölf Models die aktuelle Brautmode für Sie und Ihn. Dort wird festliche Garderobe gezeigt und natürlich Partymode für die Trauzeugen.“

Oli:
„Was hat sich denn verändert gegenüber dem Vorjahr, ist die Messe vielleicht größer geworden oder haben sie andere Aussteller mit einbezogen?“

Dagmar Finkmann:
„Es ist also so, dass wir sehr viele Ausstelleranfragen gehabt haben und da gilt das Prinzip, wer zuerst kommt, mahlt zuerst und so haben wir auch einen Wechsel im Bereich der Ausstellerschaft zu verzeichnen, das heißt also, wir haben auch einige überregionale Anbieter aus dem Dienstleistungsbereich, aus der Gastronomie mit dabei, unter anderem ist die Firma ‚my day’ vertreten, ein Veranstaltungsservice aus Bremen, der im Grunde genommen die ganz individuelle Traumhochzeit von A bis Z für potentielle Brautpaare planen.“

Oli:
„Die Kirche wird anwesend sein, wie kommt das eigentlich bei den Besuchern an, welche Erfahrungen haben sie in den letzten Jahren gemacht? Das ist ja schon ein Anbieter - Anbieter in Anführungsstrichen - der etwas aus dem Rahmen fällt, weil, die verkaufen nichts, sie bieten keine Dienstleistungen im klassischen Sinne an.“

Dagmar Finkmann:
„Die Kirche wird sehr gut angenommen, das haben unsere Rückfragen - eben auch bei den Kirchenmitarbeitern - ergeben. Das heißt also, die Kirche ist voll akzeptiert in dem ganzen Potpourri von Ausstellern in Sachen Produkte und Dienstleistungen. Der Messestand wird in Beschlag genommen, das heißt also, die Leute, die jungen Paare informieren sich sehr über die Möglichkeiten der kirchlichen Trauung.“

Oli:
„Wie viele Besucher erwarten sie in diesem Jahr?“

Dagmar Finkmann:
„Auf der Hochzeitsmesse 2007 erwarten wir über 5.000 Besucher.“

Oli:
„Wie hat sich die Messe denn überhaupt in den vergangenen Jahren entwickelt, denn die Messe gibt es ja schon seit einigen Jahren, lässt sich da ein Trend abzeichnen?“

Dagmar Finkmann:
„Es gibt bestimmt Branchen, die immer wieder vertreten sind. Was sich im Grunde genommen in den letzten Jahren entwickelt hat, ist dieser Dienstleistungssektor im Bereich der Hochzeitsplanung. Das heißt also, dass das auch immer mehr angenommen wird und natürlich auch nachgefragt wird und natürlich mit dem Resultat, dass sich diese Anbieter im Rahmen dieser Veranstaltung gerne präsentieren.“

Oli:
„Hochzeitsplaner sind offenbar im Trend. Was macht der eigentlich alles genau, vielleicht können sie das noch einmal aufzählen!“

Dagmar Finkmann:
„Ein Hochzeitsplaner kümmert sich im Grunde genommen von A bis Z um die Planung der Traumhochzeit, das heißt, wenn es um die Frage der Räumlichkeiten geht, greift er auf ein Repertoire zurück von potentiellen Gastronomiebetrieben, er kümmert sich um das Catering, um die Musik, um den Brautstrauß, auch um den Trauschmuck auf Wunsch und um den Druck der Einladungskarten, um den Druck der Danksagungen und um die gesamte Zeremonie im Grunde genommen.“

Oli:
„Haben sie eigentlich auch schon mal Paare erlebt, die schon verheiratet waren und trotzdem über die Messe gegangen sind und sich gesagt haben: ‚Och Mensch, das wäre ja noch ne gute Idee gewesen und jenes wäre noch ne gute Idee gewesen’?“

Dagmar Finkmann:
„Doch, das kommt sehr häufig vor, weil viele Paare dann auch in Erinnerungen schwelgen - auf alle Fälle! Da sind viele Paare, die verheiratet sind und wir trotzdem auf der Veranstaltung als Gäste begrüßen dürfen.“

Oli:
„Sind sie verheiratet?“

Dagmar Finkmann:
„...Ja, ich bin verheiratet! [lacht]“

Auf der Messe:
Ich habe mit Thorben Pforr gesprochen, er ist Wedding-Planer der Firma My Day aus Bremen.


Oli:
“Herr Pforr, was kostet so ein Wedding-Planer, der wird ja nicht so ganz günstig sein, wenn er einem die ganze Arbeit abnimmt!“

Thorben Pforr:
“Das richtet sich je nach Aufwand. Wir sagen immer, wir nehmen ca. 10% der eigentlichen Veranstaltungssumme, wobei man ganz klar sagen muss, wenn wir das organisieren bekommen wir sehr gute Konditionen. Somit drücken wir die Veranstaltungssumme an sich. Von diesem geminderten Preis nehmen wir dann 10%, die wir auf den Endpreis aufschlagen für unsere Arbeit.“

Oli:
“Was war das ungewöhnlichste, was sie je realisieren mussten?“

Thorben Pforr:
“Das war eine Hochzeit auf Mallorca, da hatte ein Paar den Wunsch, die Hochzeit in einem Hotel auf der Insel zu feiern. Wir haben das dann von Deutschland aus mit Kooperationspartnern zusammen ausrichten lassen und das hat alles wunderbar funktioniert!“

  • My Day
  • Engelkestr. 19
  • 28279 Bremen
  • Tel: 0421 - 43 06 196
  • Fax: 04 21 - 59 75 848
  • mobil: 0175 - 54 46 545
  • eMail: t.p@my-day-bremen.de

Im Mittelpunkt der Messe standen natürlich die Brautkleider, wogende Träume aus Seide, Samt und anderen Textilien. Höhepunkt waren in diesem Jahr die extravaganten Kleider von Ian Stuart, die vom Modehaus Havekost aus Ovelgönne präsentiert wurden. Der Brite hat zum dritten Mal in Folge den begehrten internationalen Modepreis „Bridal Designer Of The Year“ gewonnen. Ich habe mit dem Inhaber des Modehauses - Ude Havekost - gesprochen und ihn gefragt, ob er mit dem Verlauf der diesjährigen Messe zufrieden ist.

Ude Havekost:
„Ja, die Messe ist sehr gut frequentiert. Wir kennen das aber auch nicht anders, weil Oldenburg ist immer eine sehr gute Messe für den Besucher. der Besucher hat hier einen sehr großen Querschnitt über alles, was mit dem Thema Brautmoden zu tun hat.“

Oli:
„Das heißt, die Messe ist schon sehr wichtig für ihr Haus?“

Ude Havekost:
„Für uns auf jeden Fall, wir müssen uns darstellen. Bei den Bräuten ist es ja so, man hat keine Stammkundschaft, insofern müssen wir unsere Kunden immer wieder neu ansprechen, dafür ist das hier der ideale Punkt. Wir haben mit die größte Auswahl in Deutschland, die Auswahl an Brautmode, an festlicher Mode, an halbfestlicher Mode und auch an Herrenmode sucht seinesgleichen.“

Oli:
„Was ist denn bei den Bräuten in diesem Jahr Trend? Wohin geht der Trend? Was tragen die Bräute 2007 gerne?“

Ude Havekost:
„Weiterhin ist auf jeden Fall der romantische Stil sehr gefragt, Kleider die mit Röschen, Blüten und so weiter verziert sind. Ganz neu sind in diesem Jahr die Swarovski-Kristalle, die auf den Kleidern verarbeitet werden, das gibt auch noch mal den besonderen Reiz!“

Jetzt haben wir über Hochzeitskleider gesprochen. Aber wie sieht es eigentlich bei den Herren der Schöpfung aus? Gibt es bei den Männern auch Trends, ist der Mann 2007 anspruchsvoll, mutig oder eher konservativ? Wie ist der Mann an sich eigentlich drauf? Das habe ich Ralf Rode gefragt, er ist Marketingleiter des Modehauses Bruns aus Oldenburg.

Ralf Rode:
„Anspruchsvoll würde ich nicht unbedingt sagen, aber die Männer werden mutiger. Sie tragen mehr Farbe und freuen sich eben schon darauf, einen besonderen Hochzeitsanzug zu tragen. Den Glanzstreifen akzeptieren sie sehr schnell und eine Weste ist auch kein Problem, wie gesagt, die Männer werden eigentlich eher mutiger. Der Trend ist so, dass der richtige Hochzeitsanzug, weil er etwas festlich ist, nicht mehr so gekauft wird, das geht eher hin zum klassischen Business-Anzug, den man als Hochzeits-Anzug kombiniert, mit einer festlichen Weste, damit man den Anzug auch noch weiterhin tragen kann. Die Verkaufszahlen sind gleich geblieben, sie haben sich teils nach oben hin bewegt, teils nach unten, aber im großen und im ganzen sind die Zahlen gleich geblieben.“

  • Bruns Männermode
  • Haarenstr. 57-60
  • 26122 Oldenburg
  • Tel: 0441 - 2 18 67 55
  • Fax: 0441 - 2 18 67 17

Im Bekleidungshaus „die form“, Damen- und Herrenmode in der Haarenstrasse in Oldenburg, spezialisiert man sich auf eine besonders hohe Qualität. Man kann dort auch Spezialanfertigungen und exklusive Wünsche umsetzen lassen. Wie das im Einzelnen aussehen könnte, das erklärt Oliver Sklorz, er ist geschäftsführender Gesellschafter von „die form

Oliver Sklorz: „Ob das jetzt die Hochzeit im Mittelalter-Stil oder ich hatte jetzt gerade eine Anfrage, da wollte jemand im Stil der Waltons heiraten, kein Problem, wenn wir Bildmaterial haben, können wir so was natürlich aufnehmen und entsprechend dann auch ausgestalten, Details bestimmen um dann alles so für den Tag zu gestalten, wie es richtig ist. Ein Klassiker ist der dunkle Anzug, den man wiederverwendet, den wir mit vielen kleinen Gimmicks versehen, sei es ein roter, gespiegelter Kragen oder  Knopflöcher rot angenäht oder die Knöpfe rot, selbst angenäht und ein klarer Trend bei uns als Dauerbrenner ist sozusagen unsere eigene rote Krawatte mit dem weißen Stitching, das spiegelt sich langsam zu einem Markenzeichen wider. Das, was wir als fertiges Produkt abliefern, ist komplett in Deutschland gefertigt bei „Tailor Hoff“ in Saarbrücken, das ist wirklich sehr sehr hohes Niveau als Fertigungsstufe, das findet man in vielen Geschäften nicht einmal als fertige Produkte. Und wir münzen das um in wirklich individuelle, persönliche Outfits.“

Galeria Kaufhof, das City-Kaufhaus aus Oldenburg, bietet einen ganz besonderen Service an, nämlich eine Wunschliste, da kann man nachschauen, was sich das Brautpaar eigentlich wünscht, wenn man es beschenken möchte. Wie das genau funktioniert, erklärt Heiko Borowitz, Mitarbeiter der Galeria Kaufhof.

Heiko Borowitz:
„Sie brauchen sich keine Gedanken machen - ‚Was schenke ich denn jetzt? Ich kenne die ja gar nicht so genau!’ - sondern sie sehen auf der Liste, da ist zum Beispiel ein Wasserkocher drauf und sie sagen sich OK, das ist in meinem Rahmen, das kaufe ich. Diese Hochzeitsliste gibt es schon, seit es den Kaufhof eigentlich gibt, nur bisher war die Liste beschränkt auf Glas, Porzellan, Haushaltswaren und jetzt ist die Hochzeitsliste auf das gesamte Sortiment ausgeweitet worden und wir sind seit neuestem vernetzt, das ist der ganz große Vorteil gegenüber anderen Einzelhandelsunternehmen.“

Zu einer richtigen Traumhochzeit gehört natürlich auch eine traumhafte Hochzeitstorte mit viel Sahne und allem drum und dran. Aber gibt’s da eigentlich auch Trends bei der Torte, die sich Jahr für Jahr verändern? Das konnte mir Hans Janssen beantworten, er ist Konditormeister der Wiener Konditorei in der Heiligengeiststraße.

Hans Janssen:
„Ja, ohne weiteres! Das absolute ‚Muss’ kann man schon fast sagen wird im folgenden Jahr, also in diesem Jahr wieder das Erdbeerherz sein, was immer größere Beliebtheit findet, in allen Maßen, die man sich vorstellen kann und sei es nur für fünf bis zehn Personen nach dem Standesamt. Das Fruchtige rückt weiter in den Vordergrund, Pfirsich-Maracuja, Preiselbeer - ganz eindeutig! - und natürlich Erdbeer, zur Erdbeerzeit und Erdbeer-Sahne!“
  • Wiener Kondotorei
  • Heiligengeiststr. 28
  • 26121 Oldenburg

Und - zu guter Letzt - wohin geht die Hochzeitsreise? Da hat sicher Michael Mathauer vom DER Reisebüro Bloherfelder Straße 179, Oldenburg, einige gute Tipps auf Lager!

Michael Mathauer:
„Da gibt es einmal die Klassiker, natürlich Mauritius, Seychellen, aber, in diesem Jahr auch nachgefragt: USA. Wir haben uns ja letztes Jahr schon auf dieser Messe etabliert, insofern, was Hochzeitsreisen angeht, sind sie bei uns gut beraten. Es gibt da natürlich Packages, sogenannte Honymooner-Packages. Man kann das mit einem Candlelight-Dinner machen, es gibt aber auch sicherlich Wellness-Gutscheine. Es gibt alle Varianten. Letztes Jahr hatten wir sogar Grönland mit einem Hubschrauber-Transfer - also - es ist alles möglich! Grönland gehört sicher zu den exotischsten Sachen die wir hatten aber wir hatten auch schon eine Trauung am Kilimandscharo!“

(Transkription eines Radiobeitrages. Anhören unter: www.OlisAbendshow.de - Sendung Nr. 5 vom 17. Januar 2007)


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Quelle: OlisAbendshow.de
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