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Wirtschaft | 08.07.2007 16:21  Drucker

Die Toys Company in Oldenburg


Eure Eltern, die kennen das Problem: Früher haben sie jede Menge teures Spielzeug für euch eingekauft doch irgendwann kam der Tag, da ward ihr aus dem Gröbsten raus, und der ganze bunte Krams landete auf dem Dachboden oder tief unten im Keller und setzte langsam aber sicher Patina an. Dieses Problem wird in Oldenburg jetzt von der ‘Toys Company’ gelöst. Die Firma besteht seit März diesen Jahres und sammelt das alte oder kaputte Spielzeug ein. Anschließend wird es gesäubert, ggfs. repariert und wieder verteilt.

Die Toys Company in Oldenburg

Das ist die „Toys-Company“. Kennt ihr nicht? Macht nix! Erklär ich Euch!

Eure Eltern, die kennen das Problem: Früher haben sie jede Menge teures Spielzeug für euch eingekauft doch irgendwann kam der Tag, da ward ihr aus dem Gröbsten raus, und der ganze bunte Krams landete auf dem Dachboden oder tief unten im Keller und setzte langsam aber sicher Patina an. Dieses Problem wird in Oldenburg jetzt von der ‘Toys Company’ gelöst. Die Firma besteht seit März diesen Jahres und sammelt das alte oder kaputte Spielzeug ein. Anschließend wird es gesäubert, ggfs. repariert und wieder verteilt. Aber der Reihe nach! In der sogenannten ‘Einkaufs-Abteilung’ kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Beschaffung der Spielzeuge. Hier werden alle Spielsachen zuerst in den Bestand aufgenommen. Jedes Teil bekommt eine laufende Nummer. So kann es immer zugeordnet werden, egal in welcher Abteilung es sich befindet. Außerdem entstehen hier Flyer, Plakate und Werbekampagnen werden entwickelt. Nihal Demirci ist Mitarbeiterin dieser Abteilung.

Nihal Demirci: „Hier haben wir ganz viel Wert darauf gelegt, dass wir wirklich zwei Zielgruppen mit unserem Flyer erreichen. Das bedeutet einmal, ich schenke dir mein Spielzeug, das heißt, wenn ich als Familie etwas übrig habe und ich kann etwas verschenken, dann möchte ich das tun und zum anderen natürlich auch die zu erreichen, die es haben möchten. Ich denke, das haben wir mit diesem Satz ganz sinnvoll getroffen.“

Anschließend landen die bunten Teile in der Werkstatt. Dort wird zunächst gewissenhaft geprüft, ob das Objekt der kindlichen Begierde defekt ist und repariert werden muss. Egal ob Puzzle, Holz- oder Metallspielzeug, das Werkstatt-Team versucht, alle Teile instand zu setzen. Die ‘Toys Company’ ist stolz darauf, noch nie ein Spielzeug weggeschmissen zu haben. Natürlich erfährt jedes Stück auch eine gründliche Reinigung. Insbesondere Miezi, Bello und Petzi-Bär, die kleinen Freunde aus Plüsch, müssen erst mal gewaschen und desinfiziert werden. André Heitmann, Mitarbeiter der Werkstatt:

André Heitmann:
„Ich habe mal ein Flugzeug gehabt, da war das Triebwerk total zersplittert. Da habe ich die einzelnen Teile wieder zusammengeklebt mit einer Heißluftpistole. Das Rad hatte nachher nicht gepasst. Mit der Heißluftpistole habe ich dann einen Rand gezogen. Anschließend musste ich warten, bis es getrocknet war. Aber es ist mir geglückt, am Ende war alles wieder gerade!“

Anschließend geht es weiter ins Lager. Dort wird beurteilt, für welche Altersgruppe das jeweilige Objekt in Frage kommt. Verteilt werden die Spielsachen an bedürftige Menschen, z.B. Hartz IV-Empfänger, Krankenhäuser und gemeinnützige Institutionen, also an alle, die sich teures, neues Spielzeug nicht leisten können. Kai-Uwe Giese arbeitet im Lager:

Kai-Uwe Giese:
„Wir haben ungefähr 300 Teile im Moment hier stehen aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel Spielzeug für die Kleinen, Bücher usw. Es ist alles nach Altersklassen sortiert. Wir haben ein Lagerort-System aufgebaut, was die Teilnehmer selber erstellt haben. Auch das Lagerwirtschaftsprogramm wird von den ihnen selbst geführt und so obliegt auch die komplette Lagerführung den Teilnehmern.“

Natürlich gibt es auch eine Personalabteilung und eine Buchhaltung, wie es sich für eine richtige Firma gehört. Norbert Krüger ist für die Verwaltung zuständig:

Norbert Krüger:
„Wir sind hier in der Verwaltung momentan mit neun Personen. Die Verwaltung ist in drei Aufgabengebiete aufgesplittet. Insgesamt hat die Toys Company derzeit 53 Mitarbeiter.“

Durchgeführt wird das Projekt ‘Toys Company’ von der DEKRA und der ARGE Oldenburg. Fast 60 Arbeitslosengeld II-Empfänger aus ganz verschiedenen Berufsgruppen leisten einen Beitrag für eine kinderfreundliche Stadt. Die ‘Toys Company’ will die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schrittweise an den ersten Arbeitsmarkt heranführen. Sie sind zwischen 26 und 56 Jahre alt und bleiben für sechs Monate in dieser Firma. Gearbeitet wird in zwei Schichten. Auffällig ist, dass alle Kolleginnen und Kollegen hochmotiviert mitarbeiten, obwohl sie zusätzlich zum Hartz-IV-Betrag nur 1,10 EUR pro Stunde verdienen. Das könnte daran liegen, dass die Arbeit nicht nur Spaß macht, sondern auch besonders befriedigt. Gibt es einen schöneren Beruf, als Kinder glücklich zu machen? Sascha Knesevic aus der Vertriebsabteilung:

Sascha Knesevic:
„Es ist also so, jeder möchte uns unterstützen, um den Kindern zu helfen, dass sie wieder ihr Lächeln zurück bekommen - und das ist das Schönste, was es überhaupt gibt!“

Die DEKRA und die ARGE haben es sich zum Ziel gesetzt, im ersten Jahr mindestens 30% der Mitarbeiter in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Damit dieses hehre Ziel erreicht werden kann, braucht das junge Unternehmen jedoch erst mal Spielzeug aller Art! Spenden sind daher immer willkommen! Ina Seibert aus dem Vertrieb:

Ina Seibert:
„Also, wir sammeln das Spielzeug eigentlich hier in Oldenburg, aber, wenn aus dem Umfeld Anfragen kommen, dann holen wir das natürlich auch ab!“

Am vergangenen Samstag fand auf dem Gelände der Toys Company ein großes Kinderfest statt, quasi ein Tag der offenen Tür, und alle Oldenbürger hatten die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen dieses tollen Projektes zu schauen.


Kontakt: Toys Company, Artillerieweg 59, 26129 Oldenburg, 0441-7793450


(Transkription eines Radiobeitrages. Anhören unter: www.OlisAbendshow.de - Sendung Nr. 16 vom 4. Juli 2007)


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Quelle: OlisAbendshow.de
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