Man hört selten etwas Gutes über die deutschen Universitäten. Sie sind überfüllt, schaffen kaum das zu lehrende Pensum und haben Studiengebühren eingeführt, die nur minimal etwas an den zum Teil verheerenden Bedingungen geändert haben. Wenn die doppelte Anzahl an Stundeten sich in einen bereits überfüllten Hörsaal quetschen, um dem lehrenden Dozenten zu lauschen. Dass dabei nur minimale Lehrerfolge erzielt werden, ist offensichtlich.
Als Alternative bieten sich private Hochschulen an, die nur wenige Stundeten aufnehmen, hervorragende Lernbedingungen aufgrund er geringeren Studentenanzahl haben sowie neueste Medien und Lehrmaterialien einsetzen für umfassende Lernleistungen der Studenten. Für diese guten Bedingungen muss man natürlich jährlich eine nicht gerade geringe Studiengebühr leisten, aber im Anbetracht der Tatsache, dass dies mittlerweile auch an vielen staatlichen Universitäten der Fall ist, lohnt sich eine Überlegung durchaus auf eine private Hochschule zu wechseln.
Private Hochschulen sind staatlich anerkannte Lehrinstitutionen, die akademische Grade vergeben können. In Deutschland gibt es aktuell über 90 privaten Schulen. Neben neun Universitäten mit Promotionsrecht, gibt es auch eine Musik- und Kunsthochschule und verschiedene Fachhochschulen. Die erste staatlich anerkannte Privatuniversität war die 1982 gegründete Privatuniversität Witten/Herdecke. Auf dieser Privatuni lehren 120 Professoren 1200 Studierende in verschiedenen Fakultäten wie der Medizin, der Zahm- und Mundmedizin, der Wirtschaftswissenschaften und dem Studium universale. Für ein gutes Lernklima sorgt nicht nur das Lehrer- Stundeten-Verhältnis von 1:3, sondern auch eine hohe Praxisnähe und ein zusätzliches Begleitstudium mit der freiwilligen Belegung von Kursen, die die Stundeten neben ihrem eigentlichen Studiengang interessieren. Um einen Studienplatz an einer privaten Hochschule zu erhalten, muss man sich wie auch bei den staatlichen Universitäten bewerben. Großer Wert wird dabei auf die eine individuelle Betrachtung der Persönlichkeit des Einzelnen gelegt.


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