In "Zimmer 1408" zeigt John Cusack fast schon als Kammerspiel, seine wirklich herausragenden Fähigkeiten als Darsteller. Der ganze Film steht und fällt (nicht) mit der Leistung von Herrn Cusack, da eben gut 80% der Handlung auf ihm alleine beruhen.

So liegt dem Film ein sehr stimmiger Rhytmus zu Grunde, d.h. es gibt keine Längen und kein ewig sinnfreien Intro.
Nachdem wir also kurz informiert werden, was der Protagonist so treibt, finden wir uns auch schon sehr schnell im Hotel wieder. Dort erklärt Samuel L. Jackson warum Cusack keinesfalls eben jenes Zimmer "1408" mieten sollte. Da dieser die ganzen Geister-Storys jedoch für Blödsinn hält, lässt er sich nicht beirren und mietet sich eben ein.
Schon nach kürzester Zeit merkt er, dass dies ein Fehler gewesen ist.
Die Atmosphäre ist dicht und die Schockeffekte bleiben gekonnt, wenn auch teilweise etwas vorhersehbar. Alles in allem, kann der Film nicht mit Originalität glänzen, dafür aber mit gekonnter Kameraarbeit.
Im weiteren Verlauf verliert der Film jedoch viel Potenzial, in dem er sich zu sehr in den Wirren seiner eigenen Visualität zu verlieren scheint. Gerade dann zum Schluß zu wäre weniger definitiv mehr gewesen, auch wenn man nicht von einem "versauten" Finale reden kann, so wirkt es doch etwas konstruiert und zerstört etwas den sonst sehr homogen, funktionierenden Fluß des Films.
Bleibt uns also eine der guten King-Verfilmungen, die sich durchaus sehen lassen kann, wenn er auch gegen Schluß etwas aus den Rudern läuft.
Zur FSK 16 sei noch gesagt, dass man selbst eine FSK 12 hätte vertreten können, da der Film kaum sichtbare Gewalt zeigt. Dies ist NICHT als negativer Aspekt gemeint, da es eben mehr ein Gruselfilm als ein echter Horrorthriller ist.
geschrieben von Quaxi


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Kommentare
hendrix
04.02.2009 19:02
Ein sehr cooler Film! Hab ihn ein paar mal gesehen!